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ERSTES KAPITEL
Eröffnung der Kantine
Die moderne Gesellschaft, in der ein Ereignis das andere jagt und eine Sensation die andere ablöst, hat kein gutes Gedächtnis; und so kam es, daß im Frühling 1926 Fleur Monts Duell mit Marjorie Ferrar so gut wie vergessen war. Überdies hütete Fleur sich wohl, das Gedächtnis der Gesellschaft aufzufrischen, denn nach ihrer Weltreise interessierte sie sich für das britische Imperium; und dies war so unmodern, daß es den ganzen Reiz und die ganze Aufregung von etwas Neuem bot und dazu eine gewisse Garantie, sich nicht persönlich zu kompromittieren.
Leute aus den Kolonien, Amerikaner und indische Studenten, die niemand im Verdacht haben konnte, Salonlöwen zu sein, trafen sich jetzt in dem .bimetallischen Empfangszimmer'; Fleur fand sie ,sehr interessant', besonders die indischen Studenten, die so geschmeidig und rätselhaft waren, daß sie niemals wußte, ob sie aus den Studenten Vorteil zog oder die Studenten aus ihr.
Da der Foggartismus nur so mühsam weitergebracht werden konnte, hatte sie sich nach einem entsprechenden Ersatz für Michaels parlamentarische Karriere umgesehen, und da sie Indien gut kannte — sie hatte sich auf ihrer Weltreise volle sechs Wochen dort aufgehalten — glaubte sie diesen Ersatz in der Idee gefunden zu haben, daß den Indern die ostafrikanische Kolonie Kenya nicht länger verschlossen bleiben sollte. Aus ihren Gesprächen mit den indischen Studenten erkannte sie,
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