Bővebb ismertető
PROLOG
»Gestern nacht hatte ich einen Traum«, sagte Heitor Bonita, »und zwar «
»Madre de rnentiras, ich bitte dich, erzähl mir deine Träume nicht«, antwortete Antonio Bonita. »Ich kenne sie doch.«
»Dieser war anders«, erwiderte Heitor. »Den kennst du sicher nicht.«
Es entstand eine kurze, aber unbehagliche Pause, während der Doo-wop-Sound von >Mope-itty Mope< von den Boss-Tones aus den Lautsprecherboxen dröhnte. Es war Heitors Idee gewesen, die Musik dieser alten amerikanischen Gruppen Wiederaufleben zu lassen. Antonio hätte Machitos brandheißen, afrokubanischen Cu-Bop-Jazz vorgezogen, aber es sah so aus, als hätten die IGds, die in South Beach herumhingen, mit der Latino-Tradition nicht viel am Hut und als würde sich daran auch nichts ändern. Ihr Pech. Aber selbst Antonio mußte zugeben, daß das Boneyard von Heitors Einfall profitiert hatte.
Seit sie das Lokal eröffnet hatten, war es immer fast aus den Nähten geplatzt. Antonio hatte zuerst skeptische Einwände erhoben, aber die Idee war so überraschend unkonventionell, daß Heitor von Anfang an hingerissen gewesen war. Wie immer waren sie natürlich nicht offiziell involviert und weit davon entfernt, als Eigentümer aufzutreten. Sie hielten sich im Dunkeln und kassierten unbeobachtet das Geld. Vom ersten Augenblick an, als sie den Fuß auf nordamerikanischen Boden gesetzt hatten, hatten sie dafür gesorgt, daß alle ihre Geschäfte absolut legal waren. Ihr Imperium bestand vor allem aus einer Chemie- und Erz-minen-Gesellschaft sowie einer Handvoll von Import-/ Exportunternehmen und einer kürzlich gegründeten Firma, die indirekt Eigentümerin des Boneyards und anderer Clubs in Florida und im Südosten der Vereinigten Staaten