Bővebb ismertető
Einführung
Landschaft und Klima
Der Kreis Schwarzenberg im oberen Erzgebirge liegt in einer Landschaft, die durch ihren Reiz jährlich viele Erholungsuchende anzieht. Hier zeigt sich dem Urlauber die Vielseitigkeit des Mittelgebirges mit ausgedehnten Waldungen, zahlreichen Flußtälern, aber auch mit Aussichtspunkten und historischen Stätten.
Der Charakter des Erzgebirges offenbart sich am deutlichsten, wenn der Wanderer auf einem der zahlreichen Aussichtspunkte steht und den Blick in die Weite schweifen läßt. Wellenartig reihen sich die grünen Bergrücken aneinander, wie ein wogendes Meer erscheint die Landschaft, hier und da unterbrochen von sauberen Dörfern und glänzenden Wasserspiegeln der Talsperren. 60% des Kreises sind von Wald bedeckt. Die Sicht in die Täler, auch dann, wenn im Herbst die Nebel ziehen, ist unvergleichlich schön und bleibt in ewiger Erinnerung. Nicht umsonst schreibt E. G. Kol-benheyer in der „Karlsbader Novelle", in der er die Reise Goethes mit Frau von Stein 1786 durch das Erzgebirge schildert: „Die Bergstadt schien wie ein Denkmal aus der welligen Landschaft gegen den Himmel aufgerichtet."
Der Tourist schätzt vorwiegend die Wanderungen, die von der in einem Talkessel liegenden Kreisstadt durch die nahen Waldungen führen. Ziele wie Morgenleithe, Jägerhaus oder das Erholungszentrum Wasch-lelthe werden bevorzugt. Das hochgelegene Johanngeorgenstadt ist Ausgangspunkt für Wanderungen in die Gebiete Kleiner Kranichsee, Jugel, Auersberg, Riesenberg oder Rabenberg; von Rittersgrün aus erreicht man in kurzer Zeit Halbemeile, Tellerhäuser und den Westteil des Fichtelberg-massivs mit herrlichen Fichtenwäldern. Der Winter bietet - mit Ausnahme des Schwarzenberger Kessels - viele Möglichkeiten der sportlichen Betätigung. Als anerkanntes Wintersportzentrum gilt jedoch die alte Bergstadt Johanngeorgenstadt, in der alljährlich viele Zehntausende von Werktätigen ihren sportlichen Neigungen nachgehen können.
Der Kreis hat ein großes Produktionspotential. Weit über unsere Republik hinaus ist seine Industrie, deren Erzeugnisse einen
guten Namen haben, bekannt und geschätzt. Die Bedeutung der Landwirtschaft ist jedoch zurückgetreten. Im Raschauer Grund, dem dichtestbesledelten Tal des Kreises, herrscht In allen Gemeinden der Typ des Arbeiterwohnhauses vor. Die zahlenmäßig begrenzten Bauernhöfe erreichen nicht das stattliche Aussehen der Vierseitengüter tiefer gelegener Gebiete. Das milde Klima des Schwarzenberger Kessels mit seiner Höhenlage von 427 (Bahnhof) bis 468 m (obere Stadt) Ist eine Sonderheit für das gesamte Gebiet. Wenn Im zeitigen Frühling in der Kreisstadt schon alles grünt, findet man auf den umliegenden Bergen bis zu 800 m Höhe noch Schnee und Wintersportmöglichkeiten. Die oberen Lagen des Kreises zeichnen sich durch die Intensive, vom Wald gefilterte Höhenluft aus. Die Niederschlagsmengen sind verhältnismäßig hoch, in früheren Jahrhunderten führte dies zur Bildung zahlreicher Hochmoore, von denen heute noch Kleiner Kranichsee, die Friedrichsheide und Moosheide erhalten sind. Die Moore und der große Waldbestand wirken sich günstig auf den Wasserhaushalt aus. Die meteorologischen' Verhältnisse des Kreises sind Infolge der differenzierten Höhenlagen unterschiedlich. Als mittlere Jahrestemperatur für Schwarzenberg ist 7,2 °C ermittelt worden (Fichtelberg 2,5 °C). Oft kommt es vor, daß es in der Stadt Im Frühling oder Spätherbst regnet, während auf den umliegenden Höhen ein reges Schneetreiben einsetzt und die Berge weiße Hauben tragen. Jährlich hat die Stadt im Durchschnitt 123 Frosttage (Fichtelberg 172, Leipzig nur 87 Tage). Warmlufteinbrüche kommen meist vom Kamm des Gebirges, kalte Luft wegen ihres polaren Ursprungs vom Norden oder Nordosten. Erstaunlich sind oft die Unterschiede Im zeitlichen Eintritt der Baumblüte zwischen Süd- und Nordhängen, hier können Differenzen von 8 bis 14 Tagen trotz räumlicher Nähe auftreten. Wer im Frühling eine Wanderung nach dem Kammgebiet unternimmt, marschiert mit jeder Wegstunde gleichsam um eine Woche im Jahresablauf zurück. Die jahreszeitlichen Unterschiede zwischen Schwarzenberg und Tellerhäuser (920 m Höhe) sind vor allem In der Vegetation enorm. Im allgemeinen kennzeichnet die Roggenernte den Beginn des Hochsommers. In Schwarzenberg findet sie erst Mitte August statt, sie verspätet sich mit je