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István Mezey
Schwedische Einwirkungen auf die Entwicklung der älteren ungarischen Sprachwissenschaft.
Wenn wir von den schwedisch-ungarischen Beziehungen sprechen, so denken unsere Zeitgenossen unwillkürlich an jene grossartigen menschenfreundlichen Bewegungen, welche die schwedische Gesellschaft während der beiden Weltkriege zu Gunsten Ungarns in Gang gebracht und abgewickelt hat. Die Geschichte des heroischen Kampfes nämlich für die Rettung der ungarischen Kriegsgefangenen in Sibirien, dann im Schutze der Verfolgten der Nazis, ist untrennbar mit den Namen Elsa Brandströms und Raoul Wallenbergs verflochten.
Die älteren Episoden der schwedisch-ungarischen Verbindungen, wie das diplomatische Zusammenwirken von
l) Anmerkung der Redaktion. Der Verfasser dieses Aufsatzes, wenngleich Jurist nach seiner Ausbildung, hat dauerndes, reges Interesse für Orient und ungarische Orientforscher gezeigt, u.a. in seinen Werken Az igazi Japán (Budapest 1939) und Kelet magyar vándorai (Budapest 1963). Im vorliegenden volkstümlich geschriebenen Aufsatz gibt er eine Obersicht über die Anregungen, die die ungarischen Bahnbrecher der Finnougristik (Sajnovics, Gyarmathi und Reguly) seitens der schwedischen lorscher empfangen he-ben. Die altersher bekannte Trage wird von einem neuen Standpunkt beleuchtet, und zwar vom Standpunkt der schwedisch-ungarischen kulturellen Beziehungen und dürfte deshalb unsere Leser interessieren. Betreffs der Geschichte der finnisch-ugrischen Sprachwissenschaft im Allgemeinen möchten wir unsere Lese?-, ausserdem :auf folgende Werke bzw. Aufsätze aufmerksam machen: E.N. Setälä, lisiä suomalais-ugrilaisen kielentutkimuksen historiaan (Helsingfors 1892), M. Zsirai, Finnugor rokonságunk (Budapest 1937, der Endteil des Werkes) und Julius von Farkas, August Ludwig Schlözer und die finnisch-ugrische Geschichts-, Sprach- und Volkskunde (Ural-Altai-sche Jahrbücher Band XXIV, S. 1-22, Wiesbaden)