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Land und Leute
Die Schweiz - amtlich heißt sie Schwei-
zerische Eidgenossenschaft - ist eines der
führenden Reiseländer der Erde. Dazu
haben ihre günstige geographische Lage
im Herzen Europas, die sprichwörtliche
Gastfreundschaft der Bewohner, die sich
schon früh auf den Fremdenverkehr ein-
gestellt hatten, und der besondere Reiz
ihrer landschaftlichen Schönheiten bei-
getragen. Auf verhältnismäßig engem
Raum wird das vielfältige Landschafts-
bild von berühmten Bergriesen und
Gletschern, ausgedehnten Schneefeldern,
großen und kleinen Seen, engen und
weiten Tälern, tosenden Wasserfällen,
schmucken Bergdörfern und eleganten
Kurorten bestimmt.
Ein dichtes, gut ausgebautes Netz von
Bahnlinien und Straßen überzieht das
Land. Buslinien und Bergbahnen sorgen
dafür, daß auch jedes noch so hoch oder
einsam gelegene Dorf schnell und be-
quem zu erreichen ist.
Die vielen Hotels und Pensionen sind
bekannt für ihren Komfort und ihre
außerordentliche Sauberkeit, die Re-
staurants für ihre international aner-
kannten Spezialitäten.
Lage und Größe
Die Schweiz mißt etwa 350 km von
West nach Ost - von Genf bis ins
Engadin - und etwa 225 km von Nord
nach Süd - von Schaffhausen bis ins
Tessin.
Mit kaum 41 300 qkm ist sie kleiner als
Niedersachsen, und unter den euro-
päischen Staaten sind - abgesehen von
Zwergstaaten wie Andorra oder Liech-
tenstein - nur Albanien, Belgien und die
Niederlande kleiner. Die Grenzen des
Landes sind 1881,5 km lang; davon ent-
fallen auf Deutschland 363 km, auf
Frankreich 572 km, auf Italien 741 km,
auf Österreich 165 km und auf Liechten-
stein, mit dem die Schweiz eine Wäh-
rungs-, Post-, Zoll- und Militärunion
eingegangen ist, 41 km.
Flüsse
Im Gotthard-Bergmassiv in der Zentral-
schweiz entspringen die meisten Flüsse
der Schweiz. Die Reuss fließt nordwärts
durch den Vierwaldstätter See zum
Rhein. Der Rhein, der sich bei Chur aus
Vorderrhein und Hinterrhein bildet,
fließt erst in östlicher, dann in nörd-
licher Richtung zum Bodensee, den er
durchfließt und von wo er sich bis zum
Rheinknie bei Basel nach Westen wen-
det. Die Aare fließt vom Grimselgebiet
nach Nordwesten durch Brienzer See
und Thuner See bis zum Jura, der ihren
Lauf nach Nordosten zur Reuss und
zum Rhein ablenkt. Im Westen fließt
die Rhone in einer fast geraden Linie auf
den Montblanc zu. Hier wendet sie sich
im rechten Winkel nach Norden zum
Genfer See, wo sie auf französisches
Gebiet übertritt. Der Tessin (Ticino)
entspringt etwas südwestlich des Gott-