Bővebb ismertető
Land und Leute Das Wort vom Sonderfall Schweiz" ist eines jener vielen Etiketten, die der Eidgenossenschaft immer wieder umgehángt werden. Ein Kleinstaat, aber eine potente Wirtschaftsmacht, ohne Rohstoffe, dennoch reich, Europa-Sitz der UNO, ohne selbst Mitglied zu sein, auf die Eigenstándigkeit der Kantoné bedacht, doch eine Einheit, viersprachig, aber (fast) ohne ethnische Probleme - lauter Widersprüche? Für viele, ob sie nun stolze Besitzer des berühmten rőten Passes sind oder nicht, ist die Schweiz eher ein Glücksfall, entstanden aus den unvergleichlichen landschaftlichen Schönheiten und der Einsicht ihrer Bewohner, daB in den wertlosen" máchtigen Felsmassiven und Eiswüsten Kapital für die Zukunft steckt: Tourismus. So ist die Schweiz - vor hundertfünfzig Jahren noch ein bescheidener Kleinstaat, arm, aber mit vorbildlicher demokratischer Ordnung - heute eines der führenden Reiselánder der Welt, nicht biliig, aber preiswert, eher der Qualitát als der Quantitát zugeneigt. Massentourismus, wie man ihn vor allém von europáischen Strandén her kennt, ist die Ausnahme, auf guten Service wird fast überall Wert gelegt. Die Infrastruktur láBt kaum Wünsche offen, die Züge der SBB fahren mit einer bereits legendáren Pünktlichkeit, und dem fremden Gast begegnet man höflich, manchmal etwas zurückhaltend, gelegentlich herzlich. Lohnen tut sie sich auf jeden Fali, eine Reise in die Schweiz. Und wie begrüBen die Eidgenossen ihre Gáste: Grüezi mitenand! Lage und Gröfte Die Fláche der Schweiz betrágt 41 293 km2 (das entspricht einem Sechstel der GröBe der Bundesrepublik Deutschland). Ihre Grenzen gegen Österreich, das Fürstentum Liechtenstein, Italien, Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland sind knapp 1900 km lang. Von Ost nach West miBt die Schweiz rund 350 km, von Nord nach Süd etwa 220 km. Landesnatur Die geographische Gliederung der Schweiz zeigt drei groBe natürliche Landschaften. Fast zwei Drittel der Bodenfláche nehmen die Alpen ein, die das Land von Südwesten nach Nordosten durchziehen, wáhrend auf die im nordwestlichen Grenzraum liegenden Höhenzüge des Jura etwa ein Sechstel entfállt. Das von diesen beiden aus der Tertiárzeit stammenden Gebirgen umrahmte, dichtbesiedelte Mittelland erstreckt sich vom Lac Léman (Genfer See) bis zum Bodensee. Die von Rhone und Vorderrhein gebildete Lángsfurche zerschneidet die Alpen in zwei Hauptketten. Die nördliche Kette zerfállt ihrerseits in mehrere groBe Gruppén. Westlich des Rhonedurchbruchs erheben sich die Savoyer Alpen (Dents du Midi, 3257 m). Sie finden ihre Fortsetzung in den langgestreckten Berner Alpen, die im Westen vorwiegend aus Kaik (Les Diablerets, 3210 m), östlich des Lötschenpasses aus Gránit und Gneis be-