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Als ich eines Tages zu Gabriel Voisin bemerkte, selbst die modernsten Flugzeuge schienen mir veraltet zu sein und daß ich mich nach dem Warum frage, da erklärte er mir, daß ihr Grundprinzip der Flügel sei. Das wäre, meinte er, ungefähr das gleiche, als hätte man den ersten Automobilen statt der Räder mechanische Pfoten untergesetzt. In der ganzen Flugwissenschaft sei nichts entdeckt worden, das der genialen Erfindung des Rades gleichzusetzen sei. Im Grunde genommen müsse man eine unglückliche Entwicklung vergessen und sich eingestehen, daß der Flug des IVlenschen keine Beziehung zu dem des Vogels haben dürfe. Stück für Stück müßten die Flügel gekürzt und schließlich ganz weggelassen werden, um auf ganz neue Weise wieder von vorne beginnen zu können. Es ist verwunderlich, daß ein Universalgenie wie Leonardo da Vinci, den Vogel nachahmend, das Prinzip verfolgt hat, ein Flugzeug müsse schwerer sein als Luft, obwohl doch Nachahmung nicht zu seinem Wesen als Künstler paßt. Übrigens war an dem Irrweg «leichter als Luft» Madame Montgolfiers Rock schuld!
Kurz: dem Menschen fehle nur die rechte Idee, er benötige nur die richtige Maschine-an welche viele Zweifler nicht zu glauben wagen-, um sich mühelos der Erde zu entreißen und damit die Nabelschnurzu durchtrennen, die ihn mit der mütterlichen Erde verbindet. Wenn es ihm gelingt, eine Gegenschwerkraft zu entdecken, um die geheimnisvolle Erdanziehungskraft zu überwinden und damit den Fall in einen echten Flug zu verwandeln, dann wird der Mensch aufhören.