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Wenn Neuiand entdeckt wurde, folgte schon immer der Missionar dem Eroberer. Der moderne Mensch ist in eine neue Welt vorgestofíen. Nun heifít es für den Seelsorger, dem Vorstürmer ins Neuiand zu folgen. Das Papstwort ist jetzt sehr drángend geworden: Es genügt nicht mehr die Pastoration von ehedem" (Pius XI. am 19. 7. 1933). Der Papst der Katholischen Aktion hat selbst nach diesem Wort gehandelt. Sein Nachfolger Pius XII. hat den Aufbruch der Kirche in die ihr entfremdete Welt fortgesetzt (Provida Mater 1947: über die Weltlichen Institute; Omnium Ecclesiarum 1954: über die Mission Frankreich"). Als Papst der Umweltseelsorge hat er in erstaunlicher Spannweite des Geistes Christus als die helle Mitte aller Lebensbereiche gezeigt. Durch die Constitutio Apostolica Sedes Sapientiae (1956) und die dazu gehörigen Statuta generállá (Romae 1956) schrieb er den Religiosen ein zusátzliches Pastoraljahr vor und errichtete am Lateran in Rom ein pápstliches Pastoralinstitut (Ad uberrima vitae vom 3. 6. 1958); allerorts sind jáhrliche Kurse zur seelsorglichen Fortbildung des Klérus gewünscht. Die pastorelle Erneuerung wurde aber auch durch die Initiativen in den Lándern geweckt und gestárkt. Hier ist vorab österreich zu nennen: H. Swoboda mit seinem alarmierenden Werk Grofistadtseelsorge (Regensburg 1909, 21911); A. Orel mit seinem apostolischen Bund der Arbeiterjugend Osterreichs (1905), von dem auch Cardijn gelernt hat; Prálat Kari Rudolf, M. Pfliegler, Ottó Mauer mit dem Seelsorge-Institut (1931; Zeitschrift Der Seelsorger), den jáhrlichen Seelsorger-Tagungen und der Gründung des bischöflichen Seelsorgeamtes (1938), das von vielen Diözesen, auch des benachbarten Europas, übernommen wurde; Pius Parsch (Klosterneuburg) mit seinem volksliturgischen und biblischen Apostolát; das Katholische Institut für kirchliche Sozialforschung in Wien (seit 1952; E. Bodzenta), das erste seiner Art im deutschen Sprachraum; die theologischen Laienkurse, das