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PrologEine bange Sekunde lang stand die Flasche auf der Kippe, schwebte gleichsam in der Luft, bevor sie sich langsam zur Seite neigte und schließlich auf dem schmutzigen Betonboden zerschellte.Erschrocken fuhr Havanna hoch; der Klappstuhl, auf dem er gedöst hatte, ächzte bedrohlich. Schon zog der Geruch billigen Fusels durch den Raum, kroch in Windeseile in alle Ritzen und machte die Luft in dem dumpfen Kellergelass noch ein bisschen stickiger, falls das überhaupt möglich war.Heilige Scheiße! Was hast du getan? Das war unser letzter Stoff! Die keifende Stimme gehörte Einstein, der seit Stunden auf einer Matratze am Boden gelegen und teilnahmslos vor sich hingestiert hatte.Der kleine, dürre Mann wollte sich von seinem Lager erheben, da stieß ihn Havanna ungestüm zurück. Lass den Blödsinn, oder willst du dich verletzen ?, schimpfte er. Nach seiner Ansicht war es um den Fusel nicht schade, ohnehin war der größere Teil davon bereits durch Einsteins Kehle geronnen. Da gab es nun mal nichts zu beschönigen: Sein Kumpel hing an der Flasche. Kein Wunder bei diesem Lebenswandel!Er rückte die viel zu kleine Nickelbrille zurecht, die ihm permanent von der Nase zu rutschen drohte und seinem vollen Gesicht etwas seltsam Groteskes verlieh. Du bist jetztreich, steinreich sogar! Bald kannst du dir so viel Schnaps kaufen, wie du willst. Meinetwegen kannst du dir sogar die Gurgel absaufen, ich hindere dich nicht daran.Zum Teufel mit deinem Reichtum - ich brauch heute was, nicht erst am Sankt Nimmerleinstag!Da hab ich wohl den richtigen Augenblick erwischt, sagte in diesem Augenblick eine kratzige Stimme. Ohne auch nur das geringste Geräusch verursacht zu haben, war ein rothaariger Mann in den Raum getreten. Mit aufreizender Langsamkeit stolzierte er näher, ließ die flinken Augen hierhin und dorthin schweifen, immer wieder ob des Miefes die Nase rümpfend.