Bővebb ismertető
Hermann Exner Arthur Segal
Sowjetische Künstler hatten 1923 Dr. Adolf Behne, den Leiter unseres Berliner Volkshochschulkursus «Moderne Kunst», nach Leningrad und Moskau eingeladen. Damit die bei uns vorgesehenen Abende nicht ausfielen, sandte Behne uns seinen Freund, den Maler Arthur Segal. Gut kann ich mich an den mittelgroßen untersetzten Mann mit dem ausdrucksvollen Kopf erinnern. Er erzählte uns von seinen "Wandlungen als Maler seit der Jahrhundertwende. Die Wörter Impressionismus, Neoimpressionismus, Expressionismus, Konstruktivismus fielen. Wir wollten wissen, was für ihn als Maler ein Kunstwerk sei, und erhielten zur Antwort: «Eine Einheit, die sich aus dem Zusammenspiel gleichberechtigter, sich durch Wirkung und Gegenwirkung steigernder optischer Kräfte, Farben und Formen ergibt, von denen im Bildraum keine die Herrschaft über andere ausüben wolle.»
Junge Arbeiter und Angestellte, ein Ingenieur, eine Stenotypistin, eine Krankenschwester gehörten zu unserem Kursus. Einen Atelierbesuch schlug ich vor. Wir kamen in eine übliche Berliner Drei- oder Vierzimmerwohnung. Sie lag in der Dernburgstraße, nahe Bahnhof Charlottenburg. Durch die Fenster des «Malzimmers» blickte man auf die Straße, es fehlte jede Atelierhelligkeit. Das Bild auf der Staffelei ließ bereits die Einteilung der Malfläche in Rechtecke erkennen, auch der Rahmen war in das Bild einbezogen. Gewiß ging es bei dem Gespräch vor dem Bild um die Rechtecke, sicher