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Auf dem kleinen Bahnhof von Guiny stiegen an jenem Abend nur wenige Reisende aus. Als die beiden Schlußlichter des Bummelzuges in der Dunkelheit verschwunden waren, stand auf dem Bahnsteig allein noch ein großes Mädchen von ungefähr sechzehn Jahren. Das rote Haar fiel in vollen Lokken auf den marineblauen Blazer.
«Hierher!» rief der Bahnbeamte ihm zu, der es eilig hatte, Feierabend zu machen.
Das Mädchen wandte sich zum Atisgang, gab die Fahrkarte ab und nahm dann wieder seinen schweren Koffer auf. War denn niemand vom Segelklub gekommen, es abzuholen? Doch plötzlich trat eine hohe Gestalt aus dem Dunkel und nahm ihm den Koffer aus der Hand.
«Isabelle Vayssiere - sind Sie das?» fragte eine männliche Stimme.
«Ja, das bin ich», erwiderte sie vergnügt. Als Adoptivtochter von Herrn Vayssiere, den sie wie einen wirklichen Vater liebte, hatte sie es immer gern, wenn sie mit ihrem neuen Namen angesprochen wurde.
Im Schein der Bahnhofslampe betrachtete sie den Mann, der zu ihr gesprochen hatte. Er war hochgewachsen, jung, mit sehr blondem Haar und hellen Augen, die tief tinter buschigen Brauen lagen. Er trug einen dicken Sportpullover und hatte um den Hals einen Schal geschlungen.
«Ich werde Ihnen den Koffer in den Klub hinausbringen», sagte er kurz.
Isabelle war ein wenig enttäuscht: Offenbar hatte niemand von den «Seemöwen» sich die Mühe gemacht, sie hier