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ERSTES ICAPITEL
Die beiden Männer hatten Courmayeur an diesem Morgen zur Stunde verlassen, da der Nachttau als blauer Dampf von den schweren, grauen Steindächern aufsteigt.
Sie schritten auf der Straße nach Entreves kräftig aus und erreichten und verließen den kleinen Bergflecken, als er noch in seiner grünen Mulde schlummerte. Der Weg zum Col du Géant zwängt sich dort zwischen zwei Mäuerchen aus losen Steinen durch und hopst ängstlich und voller Respekt vor den Einfällen des Grundbuches von einem Stückchen Land zum anderen. Zu dieser frühen Stunde leerten die Ställe ihren Reichtum an Vieh, das mit hocherhobenen Hörnern und dampfenden Nüstern mit dem ganzen Geläut schellte, auf den Weg. Auf den winzigen Feldern, die von Steinböschungen geschützt sind, hackten ein paar Bauern. Beim Kommen der beiden Fremden hielten sie einen Augenblick mit der Arbeit ein, hoben, während sie den Körper zu Boden gebeugt Heßen, die Köpfe und musterten, das Werkzeug in der Hand, die Wanderer, die ihnen einen Gruß zuriefen.
„Einen guten Morgen auch!"
„Guten Aufstieg!" antworteten die Bauern.
Bald wich das Schachmuster der Felder, um dem Lärchenwald Platz zu machen. Schon schien das Tal weiter zu werden, und das Grollen der Doire schwang freier durch die Luft.
Als der Pfad bei der ersten Wegschleife Front gegen den Berg machte, hielten die Wanderer inne. Zuerst der Jüngere, ein kräftiger Bursche, der bis dahin mit einem gewissen Übermut gestiegen war, den Weg im Sprunge überquerend, die Mäuerchen gewandt mit einem Satze nehmend, mit dem Pickelstiel schwungvoll die Nesseki mähend, die seine Schritte hemmten. Dann wieder war er plötzlich stehengeblieben, um auf das Dorf zurückzuschauen, das zwischen den beiden Bergzügen eingekeilt dalag, auf das friedliche