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EINLE ITUNGEs erfüllt uns mit grosser Freude, aus Anlass der Jubiláums-feier unserer Kirche, d. h. zum 400sten Jahrestag der Rezep-tion des Zweiten Helveiischen Bekenntnisses in Ungarn, den Brief Heinrich Bullingers, des Verfassers dieser Bekennt-nisschrift, den er an die ungarischen Kirchen und Pastoren schrieb, aufs neue zum Gemeingut werden zu lassen.Zum geschichtlichen HintergrundBullinger hat diesen Brief im Juni 1551 auf Wunsch des Sekretárs der ungarischen Staatskanzlei in Wien, Johannes Fejérthóy, geschrieben. Dieser richtete am 26. Márz desselben Jahres einen Brief an den Zürcher Antistes, in dem er seiner dankbaren Überzeugung Ausdruck verlieh, dass es vor allém Bullingers hochgelehrten Schriften" zu verdanken sei, wenn das ungarische Volk jetzt zur reinen Richtschnur der christ-lichen Religion" zurückgeführt wurde und dass nun die tröst-liche Botschaft des Evangeliums bis zur Hauptstadt des tür-kischen Reiches vordringt.1 Es bringe aber einerseits die Macht der römischen Kirche, andererseits die Tyrannei der Türkén den am Wort Gottes treu festhaltenden Glaubigen und Pastoren sehr schwere Prüfungen und Versuchungen. Deshalb wendet sich Fejérthóy mit der Bitté an Bullinger: Es möge der auch in Ungarn so hochgeschatzte Theologe diesen1 Fejérthóy meint damit freilich die in türkischer Gefangenschaft lebenden ungarischen Christen. Erst in einem spateren Brief spricht er auch die Hoffnung auf die Bekehrung der Türkén zum Christen-glauben aus.