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VORWORT
Dieses Buch ist das Ergebnis einer etwa zehnjährigen ökumenischen Forschungsarbeit, die ich in häufigem Kontakt mit den verschiedenen Lebensbereichen der getrennten Christen durchführte. Im Studienzentrum Istina hatten wir uns die Aufgabe gestellt, die Wirklichkeit und den Sinn der ökumenischen Bewegung zu erfassen. Dabei entdeckte ich sehr bald, welche Bedeutung dem missionarischen Element dieser Bestrebung zukam. In zahlreichen Artikeln versuchte ich die Konsequenzen herauszustellen, die sich für die katholische Kirche daraus ergeben könnten. Ich habe die Überzevigung gewonnen - und die Erfahrung hat sie immer wieder bestätigt -, daß einerseits das Verständnis des Öktimenischen Rates der Kirchen unmöglich war ohne die Kenntnis der im Protestantismus bestehenden Beziehung zwischen Kirche und Mission und daß anderseits die Auseinandersetzung zwischen der katholischen Kirche und der Ökumenischen Bewegung nur mit den Begriffen der Missionstheologie geführt werden kann.
Da es mir außerdem vergönnt war, viele Monate im orthodoxen Raum zu leben, habe ich nach und nach begriffen, daß die Spaltungen zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche ebenfalls missionarische Dimensionen hatten und daß die Wiederaufnahme von Kontakten sicher am leichtesten auf der Ebene des Verständnisses der gegenwärtigen Probleme möglich sei, denen beide Konfessionen gegenüberstehen.
So erschien mir der Zusammenhang zwischen dem Ökumenismus und der Mission als das Schlüsselproblem der Situation, in der sich die christlichen Gemeinschaften in dieser Welt befinden. Es war wichtig, dieses Problem in sich selbst zu analysieren, um alle Konsequenzen sichtbar zu machen, die sich daraus ergeben. Das ist das einzige Ziel des vorliegenden Buches.
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