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MOZART, SERENADE D DUR KV 239
Die vorliegende Serenade (Salzburg, Januar 1776) gehört zu den entzückendsten Oelegenheitsstücken Mozarts. Schon die Teilung in 2 Orchester, wovon das erste ein konzertierendes Streichquartett (2 Vio-Imen, Viola und Bag I), das zweite einen mehrfach besetzten Streichkörper (ohne Bafe!) mit Pauken darstellt, läßt eine gewisse Farbenfreudigkeit ahnen. Und in der Tat entlockt Mozart diesem Gegenüber die originellsten Klangwirkungen, vom majestätischen Anfangsrhythmus
der Marcia f^ , mit der die
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Musikanten nach der Sitte der Zeit Aufstellung nehmen, über den dynamisch affektvoll pointierten Beginn des 2. Teils dieses Satzes mit dem harfenartigen
Pizzikatorefrain des Tutti, sowie das von ritterlicher Eleganz und Grazie inspirierte Menuett mit seinen lombardischen
Rhythmen ^J^.) z" dem an Gegensätzen so reichen R o n d o, wo namentlich ein tiefempfundenes Adagiosätzchen zusammen mit einem Wiener Marschthema die Seitengedanken bilden. Zumal das letzte erscheint kurz vor dem Schluß in einer von echt Mozartschem Geist erfüllten Gestalt in den beiden Tuttiviolinen (sotto voce), während darüber die Sologeigen gleichsam verklärt schweben. Es ist ein Blick in eine andere Welt, nach all der irdischen Daseinsfreude, die das ganze köstliche Werk beherrscht.
Berlin. Rudolf Gerber.