Spärliche Urkunden über Shakespeares LebenEngland ist eine wahre Fundgrube für Dokumente; die Archive der Rathäuser und Pfarrämter quellen über von Zeugnissen aus der Vergangenheit. Man kann alle Einzelheiten aus dem Leben eines Königs rekonstruieren und auch die Spuren unbekannter Personen verfolgen, die in fernen Zeiten lebten. Um so seltsamer ist es, daß wir nur so wenig sichere Nachrichten über William Shakespeare haben. Auch nach sorgfaltigsten Forschungen fand man lediglich ein Kirchenbuch, einige Notariatsakten über den Kauf...
Spärliche Urkunden über Shakespeares LebenEngland ist eine wahre Fundgrube für Dokumente; die Archive der Rathäuser und Pfarrämter quellen über von Zeugnissen aus der Vergangenheit. Man kann alle Einzelheiten aus dem Leben eines Königs rekonstruieren und auch die Spuren unbekannter Personen verfolgen, die in fernen Zeiten lebten. Um so seltsamer ist es, daß wir nur so wenig sichere Nachrichten über William Shakespeare haben. Auch nach sorgfaltigsten Forschungen fand man lediglich ein Kirchenbuch, einige Notariatsakten über den Kauf von Häusern und Grundbesitz, eine Vorladung wegen einer Schlägerei, einige Spuren über einen Prozeß in Geldangelegenheiten und ein Testament von drei Seiten mit Unterschriften, die einander zu wenig gleichen, um wirklich als authentisch gelten zu können. Außerdem wissen wir, daß einige seiner Werke schon zu seinen Lebzeiten herausgegeben wurden. Das ist alles. Hinzuzurechnen sind jedoch die Zeugnisse seiner Zeitgenossen, die viel lebendiger sind als die trockene Sprache der Juristen und einiges Licht auf die Persönlichkeit des großen Dramatikers werfen können. Das erste uns bekannte Zeugnis ist negativ; ein zeitgenössischer Dichter, Robert Greene, nennt ihn voll Eifersucht ein Tigerherz in der Haut eines Schauspielers und einen Raben, der sich mit unseren Federn schmückt. Aber dies ist wohl der einzige Mißklang in einem Chor enthusiastischer Bewunderung. Nach Greenes Tod entschuldigte sich der Verleger, der diesen Angriff gedruckt hatte, öffentlich bei Shakespeare, indem er versicherte, festgestellt zu haben, daß Shakespeares Verhalten ehrenwert gewesen sei; außerdem hätten verschiedene Respekt verdienende Personen seine Ehrbarkeit bezeugt. Ben Jonson, der der elisa-bethanischen Schriftsteller, sagte nach Shakespeares Tod über ihn: Ich habe den Menschen geliebt und werde nicht nur sein Gedächtnis in Ehren halten, sondern ihn stets wie keinen anderen verehren. Er war ehrlich und von offenem und freiem Wesen, wobei
Amennyiben az Ön által választott könyvesbolt neve mellett
1-5
szerepel, kérjük kattintson a bolt nevére, majd a megjelenő elérhetőségeken érdeklődjön a készletről és foglalja le a könyvet.