Bővebb ismertető
^fjaßcfpearc'ö Jeßen unb ^((jafcn
»on
g-riebri^ Sobenftcbt.
3faft alle ©djrifien übet ©^afei))eare icginnen mit bct Sloge, bafe bie Duellen ju einer SebenSge» fdji^te be§ ®id|ter§ ebenjo trübe toie fpärliii^ flieBen. D!ocb ^eute gitt bcr Salj feines beften SommentatDrä, be» trcfflid^en ©tceHeng, toeld^er fagt: „IdeS, wa§ ttir mit einiger ißeftimmtbcit über ©tjafeilieare toiffen, ift biejeS: er toarb geboren in Stratforb am SlBon — beiratbete bort iinb ßinber — ging nac^ Son= bon, wo er ®c()aui|)ielet tturbe unb ©ebidjte itnb ®ramen fcbricb — feljrte nacii Stratforb jurüi, mocbte fein Seftament, ftarb unb mürbe begraben."
einer unjerer berdorragenbften §iftorifer erwieberte auf meine Semertung, ba^ toir über ben größten eng= lifcben Siebter am ttenigften wüSten: „Scö toollte, wir toüBtcn gar ni(it§ über ijn; feine SBerfe Würben bann um fo reiner auf un§ toirlen."
©ic^er ift, baS waS toir über ifjn toifien, in feinem erflärenben Sufammentjange mit feiner ©röfee ftebt unb äum SJerftänbnife feiner SBid^tungen niditä bei= trägt. 3n biefeS einjufübren, b^t bie beutfd^e i8i= teratur ntebr get^an al§ bie trgenb eines anbern Süotts; bie SBürbigung aucb nur ber bertiorrogenbften 3lriei= ten auf biefem (Sebiete Würbe ein eigenes SBerf erfor= bern. §ier mu6 fibon beS bef^ränften üiaumes Wegen Umgang babon genommen werben, 3umal in befon= bern ©inleitungen ju ben ®tamen unb erääblenben Si^tungen alles jum SSerftänbniB berfelben iJiötbige cntbalten ift.
®Iei(b beim SSeginn beS S5erfuii)S, ©batefpeare'S gebenSgcfi^icbtc ju fcbreiben, flogen wir auf eine Un= gewifebeit; man ift nämli(^ bis b^ute nid^t einmal im ©tanbe geWefen, mit Seftimmtbeit ben SCag feiner @e= burt ju ermitteln. 3m fiirdbcnbud^e ju ©tratforb am ?ibon ftebt nur oerjeicbnet, bafe et am 26. l^rit 1564 but(b bie Saufe ben 9lamen SBiHiam erhielt. ®er Srabition folgenb bat man ben 23. 9l))ril, ben Sa^reS^ I.
tag feines SobeS, aucb als feinen (Seburtstag ange» nommen.
SÜDiCiiam ©baieffieare ftammte auS einer gamilie, welcbe nae^weiSliÉ^ fdjon im 14. Saljrbunbert in SIBar= widfbire, einet (Sraff^aft beS mittlem ©nglanbs, in ötelfacben SSérjWeigungen anfäfeig gewefen ift.
®er ®to§Oatet unfereS ®i^terS, 3fi?^arb ®ba!c= ftieare, war ein S(5a(bfer beS angefebenen unb begütet= ten Stöbert Irben in bcm brei englifibc 9Keiten bon ©tratforb gelegenen freunblic^en Sorfe ©nitterfielb. 6r binterliet jtoei ©öbne, wobon ber eine, fgentti, in ©nitterfielb Wobnen blieb, Wäbrenb ber anbete, 3oI)n, um bie aKitte beS 16. SabrbunbcrtS nacb ber in anmutbiger Sanbfájaft am fcbiSnen ilbonpuffe gelegenen ©tabt ©tratforb überfiebelte, wo wir ibn im Sa^re 1552 in .^enle^ ©treet wotmbaft finben.
3n berfelben ©trage erwarb er im igcrbft 1556 ein §au§ mit einem ©arten, unb ju gletdjet Seit ein äWeiteS igauS nebft ©arten unb einem Slnbängfel bon SBaibelanb in ©reenbill ©treet. gt fcbeint bietnaib bamals in bebaglidjen Umftänben gelebt unb ein einträgliibeS ©ewerbe betrieben ju baben. Heber bie iürt beffelben lauten bie Angaben febr berfdfiieben. 3lm 17. 3uni 1556 erbielt er eine gcriáitlt^e ®orlabung als „íganbfebubma^er"; aus anbern ©eri^tSatten beffelben SabreS gebt berbor, bafe er Sornbanbel trieb; Slubreti berid)tet, et fei gleifiber gewefen, unb 3iowe bejeiibnet ibn als einen „bebeutenben äßollbänbler".
SKan iann aűe biefe Slngaben gelten laffen, obne einen SBiberftirucb barin ju finben, abgefeben babon, bag eS an unb für fieb febr gleid)gültig ift, ob Sobn ©bafefieare blog Sleifdjer, ober §anbfcbubmaibcr, ober Sanbwirtb, ober aűcS jufammen war. SBaS wir bar= aus entnehmen tonnen, bient boib nur als Seugntg, bag er bem gewerbtreibenben mittlem ffiürgcrftonbe angebbrte. 3n ©tratforb, wie in ben meiften Sanb« ftäbten, nud) bei uns, treiben no^ bcwtjutage biete Sürget neben i^rem ^anbwert Släerbau. ®ie 9tn=