Bővebb ismertető
Eines Tages geleitete Professor Chiera einige Besucher durch die Ausstellungssále des Orientalischen Instituts der Universitát Chicago. Sie blieben zuerst vor dem riesigen assyrischen Stier stehen, den Professor Chiera selbst ausgegraben und in die Vereinigten Staaten gebracht hat, und besichtigten dann die massiven Steinreliefs vom Palast des Königs Sargon, die im assyrischen Saal aufgestellt sind. Beim Eintritt in den die altén Tontafeln und Urkunden enthaltenden Raum meinte einer der Besucher: Das Interessanteste habén wir jetzt gesehen, hier brauchen wir ja nur rasch durchzulaufen." Das war so kennzeichnend für die Haltung, die das Publikum im allgemeinen gegenüber babylonisch-assyrischen Ausgrabungen einnimmt, daB Professor Chiera stehenblieb und sagte: Einen Augenblick, bitté! Hier fángt es erst an, wirklich interessant zu werden." Und dann verbreitete er sich über all das Wichtige und AufschluBreiche, das uns diese uralten ,,Bücher aus Ton" zu erzáhlen wissen. Das vorliegende Buch kann als eine ausführlichere Darstellung der Erklárungen gelten, die er damals den Besuchern des Orientalischen Instituts gab. Die Ansicht jenes Besuchers ist nicht schwer zu verstehen, denn von den prachtvollen chaldaischen Goldgegenstánden aus Ur, dem kunstvoll geschnitzten Elfenbein aus Megiddo (Harmageddon) oder den wunderbaren Reliefs aus dem altén Persepolis geht ein unwiderstehlicher Zauber aus. Wir vergessen nur allzu leicht, daB diese und áhnliche Funde der Archáologen ohne die Inschriften nur unvollstándige Kundé über jene Zeiten und Kulturen zu geben vermögen; daB die Inschriften auf Ton, Stein und Pergament ihre natürliche Ergánzung bedeuten; daB wir das eine erst durch das andere richtig zu verstehen und zu deuten vermögen.