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Zu den Städten Rumäniens, die sich von jeher einstimmiger Bewunderung seitens der Besucher und der Freunde des Schönen erfreuten, zählt auch Sighi§oara (Schäßburg). Enea Silvio Piccolomini — nachmals Papst Pius II. (1405—1464) — spricht voller Begeisterung von Sighi§oara, wo er gelegentlich eines Besuches in Transsilvanien weilte. Im Jahre 1564 gab der Italiener Giovanandrea Gromo, der die Leibgarde Johann Sigismund Zapolyas befehligte, im Rahmen einer dem Herzog von Florenz, Cosimo de Medici, gewidmeten „Beschreibung Transsilvaniens" eine Darstellung Sighi§oaras, die noch heute dokumentarischen Wert hat. Mit militärischer Genauigkeit und dem ästhetisch verfeinerten Geschmack eines Edelmanns der Renaissance schildert Gromo Sighi§oara als „eine freundliche, gesunde und industrielle Stadt (der Autor bezieht sich auf die große Anzahl der damals bestehenden Gewerbe. Anm. d. Red.), zum Teil in der Ebene am Fuße eines Berges, zum Teil auf dem Berg selbst, bis auf den Gipfel gelegen, wo eine kleine Burg steht. Diese Burg ist eher ein anmutiger Bau als ein Festungswerk; sie beherbergt eine Schule mit trefflichen Lehrern, für jede Fakultät und Wissenschaft, die von der Gemeinde erhalten werden. Der freistehende Berg ist von den übrigen, die ihn umgeben, so weit entfernt, daß es schwer fiele, eine Batterie (von Kanonen, Anm. d. Red.) entsprechend aufzustellen, um ihn zu beschießen . . . Die Stadt ist gegen plötzlichen Überfall ziemlich geschützt, aber gegen gut ausgebildete Truppen ist sie nicht leicht zu befestigen, da Unterminierungen nicht verhindert werden können. Übrigens hat dieser Ort Überfluß an allem und wird viel besucht.
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