Bővebb ismertető
Hoch auf seinem Bronzepferd saß General San Martin und ritt in den feuerfarbenen Abend. Aus den Hauptportalen der Bankhäuser und Bergwerkskonzerne von Lima wirbelten gutgekleidete Mädchen und junge Männer auf die Plaza und bildeten bunte Muster, in denen sich die Kraft und Bewegung und Reglosigkeit der geflammten Wolken wiederholten. Der Wind von den nahen Wüstenbergen strich durch die zum Meer laufenden Straßen, warm und verheißungsvoll.
Dieser Abend gehörte den schwarzen Haarsdiöpfen und den dunklen Hoffnungen der Criollas.
Quer über die Plaza und gegen den Strom der vielen Menschen schritt ein Mann in weißem Hemd und Khakihosen. Er war hochgewachsen und breitschultrig, die Mädchen sahen ihn, sahen das sonnverbrannte Gesicht, seine Augen, stahlfarben, aber dieser Blick ging über sie weg und durch sie hindurch. Sie nahmen seine Bewegungen in ihre Träume mit.
Er hatte die Hemdsärmel aufgekrempelt; das war auf der Plaza nicht üblich. Er trug seinen Rock über den rechten Unterarm geschlagen. Er mochte etwa Dreißig sein. An seinem braungebrannten Hals glänzte ein feines goldenes Kettchen. Er gehörte nicht zu dem abendlichen Spiel, aber die Mädchen sahen seine sehnigen Arme und fühlten seine Un-erschrodsenheit und blickten dem Mann verstohlen nach.
Jetzt flammten an den Hausfronten und Dachrändern die Leuchtreklamen auf, aber vor der kupfernen Dämmerung wirkten sie blaß. Es wurde rasch dunkel.
Indianerjungen liefen durch die Menge, schwenkten Los-