Bővebb ismertető
Ich muß gestehen, als ich seinerzeit die Bekanntschaft von Charles Strickland machte, kam ich nicht einmal einen Augenblick lang auf die Idee, daß an ihm etwas Außergewöhnliches war. Doch jetzt wird man kaum jemanden finden, der seine Größe leugnet. Ich spreche nicht von der Größe, die der vom Glück begünstigte Politiker oder der siegreiche Soldat erreicht; diese ist eine Eigenschaft, die eher zu der Stellung gehört, die der Betreffende einnimmt, als zu dem Mann selbst, und eine Änderung der Verhältnisse reduziert sie auf ein sehr bescheidenes Maß. Vom Premierminister außer Dienst hat es zu oft den Anschein, daß er nur schöne Worte gebrauchte, und der General ohne Armee ist nur der zahme Held einer Kleinstadt. Charles Stricklands Größe war echt. Es mag sein, daß man seine Kunst nicht schätzt, aber man wird ihr auf alle Fälle Interesse entgegenbringen. Er beunruhigt und nimmt gefangen. Die Zeit, da er ein Gegenstand des Gelächters war, ist vorbei, und es ist nicht länger ein Zeichen von Überspanntheit, ihn zu verteidigen, oder von Eigensinn, ihn zu loben. Seine Fehler gelten als notwendige Ergänzung seiner Verdienste. Es ist noch möglich, über seinen Platz in der Kunst zu streiten, und die Lobhudelei seiner Bewunderer ist vielleicht genauso unbeständig wie die Verachtung seiner Gegner; aber eines steht außer Zweifel: er besaß Genie. Mich interessiert in der Kunst am meisten die Persönlichkeit des Künstlers, und wenn diese einzigartig ist, bin ich gewillt, tausend Fehler zu verzeihen. Ich vermute, Velázquez war ein besserer Maler als El Greco, aber Gewohnheit läßt die Bewunderung für ihn geringer werden: der Kreter, sinnlich und tragisch,