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L. VAN BEETHOVEN
SINFONIE Nr. 3 (EROICA), ES-DUR, Op. 55
Das Originalmanuskript des Werkes ist zwar verlorengegangen, doch existiert eine vermutlich aus dem Jahre 1804 stammende Kopie mit eigenhändigen Verbesserungen des Komponisten. Das Titelblatt hat Beethoven mit der Anmerkung „geschrieben auf Bonaparte" ergänzt, wodurch die Glaubwürdigkeit der bekannten Geschichte untermauert wird, daß der Komponist die Sinfonie ursprünglich nach Napoleon Bonaparte benannt hatte, doch als er erfuhr, daß sich der von ihm vergötterte Revolutionär zum Kaiser hatte krönen lassen, in seiner Enttäuschung und seinem Zorn das Titelblatt zerrissen und Titel und Widmung folgendermaßen geändert hat: „Sinfonia EROICA, composta per festeggiare il sowenire d'un grand' uomo, e dedicata a Sua Altezza Serenissi-ma il Principe di Lobkowitz."
Die 3. Sinfonie wurde 1803, nach mehrere Jahre währender Arbeit vollendet. Zunächst wurde sie im geschlossenen Kreise in Privathäusern gespielt, dann am 7. April 1805 im Theater an der Wien öffentlich aufgeführt. Die Orchesterstimmen sind 1806, die Partitur dagegen 1821 im Druck erschienen. Unsere Ausgabe gibt von den geringen Abweichungen, die die zeitgenössischen Quellen enthalten, jeweils die musikalisch logischer erscheinende Fassung an. Die wichtigsten Abweichungen sind im folgenden nach Satz- und Taktangabe aufgeführt.
1. Satz, Takt 544, VI. I, VI. II.: Auflösungszeichen vor der zweiten Note (h)
3. Satz, Takt 115—116, Streicher: Die staccato-Punkte bei den Halbnoten werden gewöhnlich nicht berücksichtigt, da sie an anderen Stellen (Takt 123—124 bzw. 373—374) nicht vorkommen. Takt 256-258, Corni: Bindebogen fehlen (vor dem Wiederholungszeichen)
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2. Satz, Takt 51, VI. II.:
Takt 259—260, Ob.: (vor dem Wiederholungszeichen)