Bővebb ismertető
Die Verhandlungen um die Drucklegung
Beethoven schreibt in seinem Brief vom 8. Juni (1808) an Breitkopf Härtel":
- obschon durch so mehrmalige Abbrechung beinahe überzeugt, daß auch diese von mir gemachte Verknüpfung doch wieder frucht-loß, trage ich ihnen in diesem Augenblicke nur folgende Werke an -2 Sinfonien, eine Messe, und eine Sonate für's Klavier und Violon-zellNb: [unten nachgetragen] Nb:für alles zusamen verlange ich 900 fl: - [ferner unten die Notiz:] XMeine Eile mag die Sau verzeihen - [Diese Bemerkung macht Beethoven, da er 2 V4 Zeilen durch Durchstreichen völlig unkenntlich gemacht \ia.i.\ jedoch muß diese Sume von 900 fl: nach Wiener Währung in Konvenzionsgeld, worauf also auch namentlich die Wechsellauten müßen, ausgezahlt werden - aus mehreren Rücksichten muß ich bei den 2 Sinfonien die Bedingung machen, daß sie vom 1-ten Juni an gerechnet erst in Sechs Monathen herauskomen dürfen - vermuthlich dürft ich eine reise gegen den winter machen, und wünschte daher, daß sie wenigstens im Somer noch nicht bekannt würden -
Entgegen der schon anfangs geäußerten Skepsis sollten sich längere und recht intensive Verhandlungen wegen der Drucklegung der Stimmen bei beiden Sinfonien, nämlich der »Fünften« und der »Sechsten«, anschließen. Entsprechend dem damals bereits allgemeinen Brauch dürfte die Stichvorlage vom »Verlagslektor«^^ durchgesehen worden sein. Es wird neuerdings angenommen, daß Beethoven nicht das Autograph, sondern eine Partiturabschrift eingereicht hat^^. Der spätere Druck der Partitur ist aber erst nach einer vom Leipziger Verlag
' Die Texte der zitierten Briefe Beethovens werden - dank des Entgegenkommens des Direktors des Beethoven-Archivs - nach Photographien der Originale wiedergegeben. Die Briefe mit Ausnahme des Schreibens vom 21. Januar 1809 sind in allen Ausgaben der Beethoven-Korrespondenz zu finden; dieser Brief ist lediglich bei Oskar von Hase, Breitkopf & Härtel. Gedenkschrift und Arbeitsbericht 1. Bd. Wiesbaden ^1968, S. 173 mit einem Satz zitiert.
Salpietro, der in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts für den Londoner Musikverleger Bland tätig war, ist vielleicht der erste bekannte und auf dem Titelblatt genannte Verlagslektor im modernen Sinne. " Shin Augustinus Kojima, Probleme im Notentext der Pastoralsymphonie op. 68 von Beethoven, in: Beethoven-Jahrbuch 1973177, S. 217-261