Bővebb ismertető
Vorwort.
Wenn ein jüngerer Hüttenmann im Betriebe tätig ist und sich nicht nur bemüht, einen vielleicht gut eingefahrenen Betrieb unter seiner Obhut weiterlaufen zu lassen, sondern unablässig prüft und sucht, wo und wie die ihm anvertraute Produktion weiter verbilligt und wirtschaftlich günstiger gestaltet werden kann, oder wenn er, vielleicht auf einer sogenannten ,,Lohnhütte", vor der Aufgabe steht, bald diese, bald jene Rohstoffe zu verarbeiten, so wird er häufig auf Fragen stoßen, zu deren Beantwortung das erforderliche Rüstzeug insofern mangelhaft ist, als ihm Zahlenwerte, Vergleichsdaten aus gleichen oder ähnlichen Betrieben, Berichte über Erfolge oder Mißerfolge irgendeines x\jbeitsweges und was dergleichen mehr ist, nicht zugängig sind, weil sie in der Fachliteratur verstreut sind, und er keine Zeit hat, sie mühselig aus allen Jahrgängen der verschiedensten Zeitschriften zusammenzusuchen. Aber auch ein alterfahrener Hüttenmann mit viel jähriger Praxis kann —• soviel er auch gelesen, gehört und selber in Erfahrung gebracht haben mag — nicht immer alles das im Kopfe haben, was er zur Lösung eines ihm entgegentretenden Problemes benötigt, und auch er wird oft den Wunsch hegen, dieses oder jenes nachsehen und die Erfahrungen anderer Fachleute nachlesen zu können. Dazu kommt noch, daß ja die Hüttenwerke im allgemeinen nicht in den Landeshauptstädten liegen, so daß vom Praktiker bis zur Zeitschrift oft ein sehr langer Weg ist, ganz zu schweigen von den unglücklichen Verhältnissen in den deutschen Büchereien, denen meist die Jahrgänge ausländischer Zeitschriften aus der Kriegszeit und den ersten Nachkriegs jähren aus begreiflichen Gründen fehlen.
Es ist eine bekannte Tatsache, daß in der deutschen Literatur, im Gegensatz zu anderen technischen Wissensgebieten, wie der chemischen Industrie, dem Bauingenieurwesen, dem Schiffbau, dem Maschinenbau usw. usw., die Metallhüttenkunde kein zusammenfassendes Handbuch, keine zusammenfassende Bearbeitung einzelner Produktionsgebiete, kein modernes und wirklich brauchbares hüttenmännisches Taschenbuch aufzuweisen hat, und daß erst im vorigen Jahre der erste Teil eines modernen und die Verhältnisse der jüngsten Gegenwart berücksichtigenden Lehrbuches für den Studierenden der Metallhüttenkunde, des Tafeischen Lehrbuches, erschienen ist.
Ich selber habe, als ich im türkischen Transkaukasus auf einer Kupferhütte mit schwierigen Verhältnissen fertig werden mußte, diesen Mangel bitter empfunden und habe auch manchen Fachkollegen im gleichen Sinne klagen gehört. So will ich versuchen, in den nachstehenden Zeilen wenigstens auf dem kleinen Teilgebiet des Metallhüttenwesens, das seit Jahren mein besonderes Arbeitsfeld ist, Abhilfe zu schaffen, indem ich die unmittelbare Verhüttung