Bővebb ismertető
Es gibt zwei Arten von Mimen. Die einen beherrschen ihre Rolle. Die anderen dienen ihr. Die einen zeichnen die Figur, die sie verkörpern sollen, nach dem Umriß ihrer eigenen Gestalt. Die anderen schlüpfen geschmeidig in die vorgeschriebene Form, erfüllen sie ganz und unterwerfen ihr Wesen dem fremden Urbild. Zu allen Zeiten waren jene, die sich zu willigen und wandelbaren Gehilfen der dichterischen Vorstellung machten, die wahren und eigentlichen Meister der Schauspielkunst. Die Nachwelt entsinnt sich jedoch weit eher jener selbstsüchtigen und übermächtigen Persönlichkeiten, denen die Maske nur Vorwand ist für die schillernde Entfaltung der eigenen Natur, die sich die Worte und Gesten, die Gefühle und Gedanken eines schöpferischen Phantasiegebildes leihen, um den Reiz und die Wirkung ihrer Stimme, ihrer körperlichen Anmut, ihres Ausdrucks- und Darstellungsvermögens immer wieder auszukosten und in aller Öffentlichkeit neu zu erproben. Die meisten großen Schauspieler, denen es vergönnt war, über die kurze Spanne ihres Daseins hinauszustrahlen, leben weiter als Monumente ihrer selbst.
Wie selten aber und wie überaus groß der Schauspieler, der auf die Pflege der eindrucksvollen Eigenart verzichtet, der sich selbst und sein Leben nicht dramatisiert, der seine Mimik, seinen Gestus und das Maß an Empfindung, mit dem er seine Rolle erfüllt, ganz der nötigen und angebrachten Begrenzung des darzustellenden Charakters unterordnet! Er geht, wenn er nicht auf den Brettern der Bühne wandelt, gleichsam nackt und
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