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Michelangelo selbst hat nur weniges berichtet über seine Gewölbemalerei in der Kapelle, die einst Sixtus IV für den feierlichen Gottesdienst der Päpste beim Vatikanischen Palast erbaut hatte imd die seitdem Cappella Sistina heißt. Ganz allgemein schildert er in einem Brief vom Oktober 1509 dem Bruder in Florenz: ich lebe hier in großer Sorge und unter den größten körperhchen Anstrengtmgen; habe keinen einzigen Fretmd, will auch keinen. Im August 1510 schreibt er dem Vater: ich lebe hier wie gewöhnlich und werde meine Malerei Ende der nächsten Woche beendet haben, das heißt den Teil, den ich begomen habe; und im September des gleichen Jahres nochmals nach Florenz: ich habe noch fünfhimdert Dukaten zu bekommen und ebensoviel sollte der Papst mir geben, damit ich Hand an den anderen Teil des Werks legen kaim doch der Papst war eilends nach Bologna gereist ohne die Geldsache zu erledigen. Das aber wäre kaum geschehen, wenn schon damals der Papst einen Teil der großartigen Malerei befreit vom Gerüst gesehen hätte, denn in erster freudiger Erregung gibt man gern. Mit dieser Briefstelle muß der Passus eines allerdings erst 1524 von Michelangelo aus der Heimatstadt Florenz an den