Bővebb ismertető
Der Bestand der Sammlung alter Plastiken des Budapester Museums der Bildenden Künste an mittelalterlichen und neuzeitlichen italienischen Bildwerken vermittelt als Ergebnis einer planvollen Sammeltätigkeit eine nahezu lückenlose Übersicht über die Entwicklung der italischen Bildhauerei von den Anfängen bis zum 18. Jahrhundert. Den Grundstock brachte Károly Pulszky, damaliger Direktor der Landesbildergalerie, in den Gründungs jähren des heutigen Museums 1894/95 durch Ankäufe in Florenz, Venedig und Brescia zusammen. Das ausgehende 19. Jahrhundert bot noch Möglichkeiten und Gelegenheit zu derartigen Käufen an Ort und Stelle. 1914 gelang es, aus staatlichen Mitteln eine wertvolle Kollektion zahlreicher Kleinbronzen der Renaissance und des Manierismus zu erwerben, die zur Ausfüllung der Lücken im Museumsbestand erheblich beitrug. Erwähnen wir in diesem Zusammenhang vor allem Riccios „Raub der Europa", den aus dem Verrocchio-Kreis hervorgegangenen „Putto mit Delphin" und Leonardo da Vincis prächtige Reiterstatuette, die einzige von ihm erhalten gebliebene Plastik und zugleich sein letztes Meisterwerk. Der ungarische Bildhauer István Ferenczy, dem wir zu Dank verpflichtet sind, hatte diese sehenswerten Kleinplastiken Anfang der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts in Italien erworben, gesammelt und nach Ungarn gebracht, und von seinen Erben ging die Sammlung in den Besitz des Museums über. Die Ferenczy-Sammlung wurde zuerst auf einer Sonderausstellung gezeigt, während später Simon Melier auch die ständige Ausstellung des gesamten Skulpturenbestandes aufbaute und 1921 dessen Katalog herausgab. Die erwähnte Reiterstatuette, von der Melier als erster nachzuweisen vermochte, daß es sich dabei um ein Werk Leonardos handelt, erhielt in der Ausstellung einen ihr würdigen Platz. In der Anordnung Meilers blieb die Skulpturensammlung des Museums bis 1935 auf den ihr zur Verfügung stehenden engen Raum beschränkt.
Im gleichen Jahr wurden die alten Bildwerke, deren Bestand
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