Bővebb ismertető
über das Stück
Als das Stück entstanden ist, war der Autor selber Emigrant. Zum Zeitpunkt der Uraufführung - 1973 in Paris -nahm er gerade wieder Verbindug mit dem polnischen Geistesleben auf. Dennoch ist er bis heute Emigrant geblieben - oder, wie wir's nennen: Asylant. Ist das Stück also ein "Geständnis", ein Auszug aus der Autobiographie Mro-zeks? Wenn Mrozek das Format des Persönlichen nicht zu sprengen vermöchte, müßte man annehmen, daß die "Emigranten" aus der Seele des Emigranten Mrozek sprechen. Aber so eng ist die Seele des Exil-Polen keineswegs beschaffen, daß er bei seinen privaten Problemen stecken bleiben würde. Das Stück ist sehr viel mehr. Seine eigene Realität inspiriert Mrozek stets dazu, die Realität der anderen Menschen kennenzulernen, nachzuempfinden, künstlerisch widerzuspiegeln.
Scheinbar sind es die Stilmittel des Realismus, mit denen er das Drama der beiden Asylanten im Keller eines Hochhauses aufbaut. In Wahrheit ist der Großmeister des Absurden sich selbst treu geblieben. Denn das Absurde bleibt sein Element, wenn auch vor allem dessen humanistische Inhalte: er legt Zeugnis ab über die Notwendigkeit der Kommunikation von Mensch zu Mensch.
Das Stück ist die Geschichte einer Silvesternacht im Keller eines Hochhauses, wo die beiden Helden wohnen. Sie werden als AA und XX gekennzeichnet, denn sie sprechen sich nie mit Namen an. AA ist Intellektueller, ein politisch und philosophisch denkender Mensch, der mehrere Sprachen spricht, ein Schriftsteller, der ein umfangreiches Werk über die Menschheit zu schreiben beabsichtigt. XX ist ein einfacher Arbeiter, ungebildet, er spricht nicht einmal ansatzweise die
Sprache des Gastgeberlandes. Er arbeitet hart und gönnt sich nichts. Mit dem gesparten Geld will er in seiner Heimat ein Haus bauen, um sorglos mit seiner Familie leben zu können. Er schnorrt ohne Unterlaß bei seinem Zimmergenossen, er zahlt nicht einmal seinen geringen Mietanteil, damit die erforderliche Summe schneller beisammen ist. XX ärgert sich über die "Allwissenheit" und Nichtstuerei von AA. Er glaubt nicht daran, daß AAs Buch je fertig wird.
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"Totales Theater"
Die beiden verstehen sich nie. Sie streiten und versöhnen sich in einem fort, sie sind nicht in der Lage zusammenzuleben, aber die Einsamkeit wäre für beide noch unerträglicher. Der schmerzlichste Punkt für AA ist die Absicht von XX, in die Heimat zurückzukehren. Mit den ausgesuchtesten geistigen Foltermethoden führt er den