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Vorwort
Der Plan, eine größere Anzahl von Aufsätzen zu einer Festschrift „Socio-logica" zu vereinen, ist erst sehr spät gefaßt worden. Viel zu kurz war die Zeit, um all denen, die Horkheimer sidi geistig verbunden wissen, es möglich zu machen, reditzeitig einen Beitrag uns zukommen zu lassen. Nur eine kleine Zahl der in- und ausländisdien Gelehrten aus einem wissensdiaftlidien Freundeskreis konnte etwas beisteuern. "Wir sind ihnen ganz besonders dankbar, nicht bloß für die Aufsätze selbst, sondern auch für die Raschheit ihrer Reaktion: bis dat qui cito dat. Zahlreiche Manuskripte, unter ihnen soldie von Hans Gerth, Adolf Löwe, Joseph Maier, C.Wright Mills, Felix J. "Weil und anderen, konnten leider nidit mehr aufgenommen werden, wenn der Termin des Erscheinens sidi nicht ungebührlich über den Festtag hinaus hätte verzögern sollen. Diese Beiträge werden bei nächster sida bietender Gelegenheit veröffentlicht werden.
Den improvisatorischen Charakter der Sammlung möditen wir nicht verleugnen: bezeugt er doch auch einiges von der Spontaneität, mit der das Ganze zustande kam. Ein gewisser Mangel an thematisdier und theoretischer Einheitlichkeit ist offenbar. Doch glauben wir, daß gerade die Vielfalt der Interessen, die in den Beiträgen sich offenbart, etwas von der überlegenen und intensiven Breite des Geistes widerspiegelt, dem die Beiträge gewidmet sind, und dem es stets, noch in der detailliertesten Kleinarbeit, ums Ganze geht.
Wir hatten zunächst die Absicht, die Form strikt periodischer Veröffentlichungen wieder aufzunehmen, und die „Sociologica" entsprechen in vieler Hinsicht etwa einem Zeitschriftenjahrgang. Aus mandierlei Gründen jedoch haben wir uns dazu entschlossen, fürs erste auf ein termingebundenes Verfahren zu verzichten. Der Druck, zu bestimmten Zeitpunkten publizieren zu müssen, ist der Entfaltung wissenschaftlicher Arbeit in einem noch im Aufbau befindlichen Institut nicht durchaus günstig; vor allem aber ist das Forschungsmaterial, das im Institut seit seiner Wiedererrichtung anfiel, von solcher Art, daß keineswegs alles in kurzen Zeitschriftenaufsätzen sich würde bewältigen lassen; vieles verlangt mehr Raum.
Hierher gehört insbesondere der zweite Band der „Frankfurter Beiträge zur Soziologie", der gleichzeitig mit den „Sociologica" herauskommt. Er ist ein Studienbericht über das Gruppenexperiment, das vom Institut vor einigen Jahren durchgeführt und dann unter den verschiedensten Gesichtspunkten qua-