Bővebb ismertető
Vorbemerkung.
Nachstehende Gesiingsetuden sind so bearbeitet, dass die eigentliche Begleitung, mit Weglassung unnöthiger Ritornelle, nur der linken Hand verbleibt, die rechte dagegen anfangs zum Mitspielen der Singstimme, später aber mit ungleich grösserem Nutzen — da beim Mitanschlagen weder die freie Intonation sicher erlernt wird, noch die Qualität des Gesangtons scharf geprüft werden kann_ zum Tactiren zu verwenden ist, so dass der Schüler stehend singen, und seine ganze Aufmerksamkeit auf jenes luftdichte Aneinandersprechen der Solmisationssilben richten kann, welches als das nächste, natürliche Portanient, oder besser Jjegato, allein eine deutliche Aussprache des Singtextes anbahnt, und das aufreibende Ausströmen stummer Luft von vornherein verhütet. Weil aber dieser unbewusste Athemverlust, das sogenannte Hauchen, zumeist bei Unsicherheit des Intonirens oder Solmisi-rens eintritt, so sind wenigstens für letzteren Zweck die Silben stets unterlegt, während fürs Erstere eben nichts hilft, als musikalisches Denken und Fühlen, gestützt auf Verständniss der harmonischen Beziehungen. Alle Solmisationssilben, ausser sol, sind mit gedehntem Vokal zu singen, wofern nicht ausdrücklich atmvn-to oder marcato (a) verlangt ist. Viele dieser Etüden waren von ihren Meistern ursprünglich zur Vokalisation bestimmt; da aber längeres Singen auf einem Vokal das Organ erschlafft, so erschien es räthlicher, durchweg die Solmisation anzuwenden, und zwar analog mit der Textbehandlung im italienischen Gesangssatz.
Wo die Begleitung für die linke Hand allein zu schwierig scheinen sollte, mag immerhin auch die rechte mithelfen. Letztere spielt dagegen an anderen Stellen, deren Intonation besonders scharf und rein geschehen soll, namentlich bei Zöglingen von minder feinem Gehör, besser in der Oberoktave als im Einklänge mit.
Die Anfangsconsonanten der Solmisationssilben sind kurz und präcis auf den Anfang des Tons zu sprechen, und zwar 1, ni und r bereits auf der Tonhöhe des folgenden Vokals.
Dieses Solfeggienalbum bildet gleichsam als erster Theil mit dem „Instruktiven Gesangsalbum" (Edition Peters N"? 1349) zusammen eine praktische Singschule, welche für die gewöhnliche Lehrzeit das nöthige Material vollständig darbietet.
Prof. Dr. Ludw. Stark.