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BEIM Halblicht angelehnter Fensterladen saB Annette in weiBem Frisiermantel auf ihrem Bette und láchelte. Sie hatte gerade ihr Haar gewaschen, und die gelösten Flechten deckten ihr breit die Schultern. Durchs offene Fenster reichte regungslos die goldene Flut nachmittáglicher Augusthitze h erein; ohne den Villengarten zu Boulogne zu sehen, spürte man, wie hingegeben er da untén in der Sonne schlummerte. Annette hatte teil an diesem vegetatíven Glücke. Stundenlang vermochte sie reglos ausgestreckt zu bleiben, ohne zu denken, ja ohne das Bedürfnis des Denkens zu empfinden. Es genügte ihr die GewiBheit, daB sie zwei war; und sie raffte sich nicht einmal dazu auf, mit dem ganz Kleinen" zu plaudern, das in ihr war, weil es doch (davon war sie fest überzeugt) ohnehin alles fühlte, was sie selber empfand, so daB sie sich ohne Worte verstándigen konnten. Die selige Schlaftrunkenheit ihres Leibes wurde immer wieder von plötzlich aufquellender Zartlichkeit durchströmt. Dann aber war nur noch das dumpfselige Lácheln da. Aber mochte der Geist auch schlummern, die Sinne hatten sich eine wunderbare Scharfe und Klarheit bewahrt; langs der Filigrankette aller Augenblicke erhaschten sie die feinsten Schwingungen der Luft und des Lichtes . .. Da wehte