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VorbemerkungSowenig man das, was ein Individuum ist, nach dem beurteilt, was es sich selbst dünkt, ebensowenig kann man eine Umwälzungsepoche aus ihrem Bewußtsein beurteilen. (Marx, Zur Kritik der politischen Ökonomie, Vorwort)Die hier vorgelegte Arbeit stellt in einem gewissen Sinne die Fortsetzung meines Buches Funktionsprobleme der sozialistischen Wirtschaft' dar; denn Gegenstand beider Bücher sind die sozialistischen Produktionsverhältnisse und die Gesetze ihrer Entwicklung, in welcher die Bewegung der inneren Widersprüche des Systems Ausdruck findet. Das erste Buch beschränkte sich thematisch auf die Analyse des Funktionssystems der Wirtschaft - den Grad der Zentralisierung ökonomischer Entscheidungen, die Rolle des Marktmechanismus, die Formen materieller Anreize usw., ohne das Ensemble der Produktionsverhältnisse und insbesondere der Eigentumsverhältnisse in bezug auf die Produktionsmittel zu untersuchen. Das war - was übrigens von einigen Kritikern hervorgehoben wurde - insofern ein zu eng gestecktes Vorhaben, als es eine präzise Unterscheidung zwischen den durch die Reform des Funktionssystems der Wirtschaft (gemeinhin Wirtschaftsreform genannt) erreichbaren Resultaten und den möglichen Ergebnissen tiefgreifender struktureller Veränderungen im gesamten System erschwerte. Die Erfahrung zeigt auch, daß Veränderungen im Bereich des Wirtschaftsmechanismus in innigem Zusammenhang mit anderen Elementen der Produktionsverhältnisse vor sich gehen. Ohne deren Berücksichtigung lassen sich also Ursachen, Methoden und Wirksamkeit der Behinderung von Wirtschaftsreformen, sei es nun ihre ständige Zurückdrängung, wie sie in der UdSSR, in Polen und anderen Ländern zu beobachten ist, sei es ihre gewaltsame Unterdrückung, wie wir sie 1968 in der Tschechoslowakei erlebten, nicht erklären. Unklar bleibt auch, welchen Einfluß große politische Erschütterungen, wie der ungarische Aufstand von 1956 oder die Arbeiterunruhen in Polen 1970, auf