Bővebb ismertető
1. Soziologie und Medizin
1.1. Die Bedeutung des marxistisch-leninistischen
Menschenbildes für die Medizin
Aufgabe der Medizin in der sozialistischen Gesellschaft ist-die Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit des Menschen.
Gegenstand der medizinischen Forschung und ärztlichen Praxis ist der Mensch unter dem spezifischen Aspekt von Gesundheit und Krankheit. Um ihrer Aufgabe und ihrem Gegenstand gerecht zu werden, muß die Medizin bestrebt sein, den Menschen als Ganzes in seiner Komplexität und vielfältigen Determiniertheit zu erfassen. Im Menschenbild des Marxismus-Leninismus wird der Mensch in seiner biologischen, psychischen und sozialen Einheit und Unteilbarkeit, in der dialektischen Einheit von natürlichen und gesellschaftlichen Bestimmungen begriffen, wobei der gesellschaftlichen Seite, durch die der Mensch Schöpfer seiner selbst ist, das Primat zukommt.
Dem Wesen des Menschen wird nur eine solche mehrdimensionale Betrachtungsweise gerecht. Das Menschenbild der marxistischen Philosophie, gewonnen aus der Verallgemeinerung der Erkenntnisse der verschiedenen Einzelwissenschaften über den Menschen, gibt auf dem Wege wissenschaftlicher Abstraktion durch das Aufzeigen der grundlegenden Strukturebenen und Systembeziehungen des Menschen eine methodologische Orientierung für die einzelwissenschaftliche, so auch für die medizinische Arbeit.
Für die medizinische Wissenschaft ergibt sich daraus die Notwendigkeit, auch Gesundheit und Krankheit des gesellschaftlichen Menschen in ihrer komplexen biologischen, psychischen und sozialen Determiniertheit zu erfassen. Gleichzeitig wird deutlich, daß die ärztliche Praxis sich insgesamt nicht auf die Anwendung von Naturwissenschaft in sozialen Organisationsformen reduzieren läßt, sondern in jedem Falle von ihrem Gegenstand her auch die bewußte Berücksichtigung der psychischen und sozialen Bestimmungen und Bedingungen des menschlichen Daseins erfordert.
In den vergangenen 150 Jahren war die Entwicklung der Medizin vor allem durch die Übernahme und Anwendung naturwissenschaftlicher Betrachtungs- und Arbeitsweisen gekennzeichnet. Das führte im Selbstverständnis der Medizin zu einer überwiegend einseitigen Betonung bzw. Verabsolutierung der organismisch-biologischen Dimension des Menschen. Der dadurch bedingte Fortschritt wird selbstredend nicht in Frage gestellt, sondern nur die hiermit verbundene einseitige Orientierung in ihrer nachteiligen Wirkung hervorgehoben. Im Gefolge dieser Einstellung galt vielfach nur
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