Bővebb ismertető
VORWORTDie Frage nach dem Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Soziologie zielt in das Zentrum der gegenwärtigen methodologischen ^ thqdischen Diskussion in der Geschichtswissenschaft. Zugleich wird damit jedoch eine älFere^Äus^emaSHersetz zwischen beiden Wissenschaften wieder aufgenommen und auf einer neuen Ebene aktualisiert. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehört dieses Thema, unabhängig von der jeweiligen konkreten Bezeichnung, zu den jtandard-themen der geschichtswissenschaftlichen Diskussion. Diese Fragestel-TungTittte wiederaufzugreifen, bedeutet jedoch auch, sich der veränderten Lage beider Disziplinen bewußt zu werden und die spezifischen Ausgangsbedingungen des Jahres 1972 zu berücksichtigen.Wenn die Geschichtswissenschaft heute ihr Verhältnis zur Soziologie diskutiert, so kann sie dies nicht tun, ohne sich ihrer offensichtlich verringerten Bedeutung in Universität, Schule und Gesamtgesellschaft bewußt zu werden. Sie kann dies zugleich aber unter günstigeren Bedingungen tun, als dies noch vor einigen Jahren der Fall gewesen wäre. Sie begegnet dabei einer Disziplin, deren Selbstverständnis in den letzten Jahren einer tiefgreifenden Kritik unterzogen worden ist, deren positivistische und unhistorische Tendenz ihre gesamtgesellschaftliche Orientierung verloren hatte. Die Soziologie sieht sich ihrerseits mit einer Geschichtswissenschaft konfrontiert, deren zumindest partielle Tendenz darauf hinausläuft, diese Wissenschaft aus der Sackgasse der individuahsieren-den Methode herauszuführen und an die Fragestellungen einer noch näher zu bestimmenden historischen Sozialwissenschaft" anzuschheßen.Es kann also kein Zweifel daran bestehen, daß die internen Bedingungen beider Wissenschaften heute eher denn je geeignet sind, die Frage der Kooperation erneut aufzuwerfen. Die Fragen nach der Existenzberechtigung sind ausgestanden, ausgebildete und hochspezialisierte Wissenschaftsapparate stehen sich noch unvermittelt gegenüber. Die Frage nach der Kooperation kann und muß daher auf einer Stufe ansetzen, die über dem Pionierniveau der frühen Versuche liegt, die stets mit dem ungebrochenen Selbstverständnis einer Geschichtswissenschaft kol-rt