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„Dad para la Maya, gentil caballero: más vale la honra que todo el dinero."
Lope de Vega
\ ur in wenigen großen Bildergalerien außerhalb Spaniens ist die spanische Malerei, die in der europäischen Kunstgeschichte eine Sonderstellung einnimmt, so repräsentativ vertreten wie im Budapester Museum der Bildenden Künste. Die Sammlung bietet eine nahezu lückenlose Übersicht über alle bedeutenderen Stilrichtungen der spanischen Malerei von den spätmittelalterlichen Retabeln bis zu Francisco de Goya. Neben den Bildern religiösen Inhalts, die die Mehrzahl bilden, künden höfische Porträts, Genrebilder, Stilleben, sogar seltene allegorische Darstellungen von der thematischen Vielseitigkeit der spanischen Malerei. Die Reihe wird von einer signierten Grablegung des in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts tätigen Pedro Sánchez eröffnet, und eine im iberischen Kunstschaffen ganz ungewöhnliche humanistische Allegorie des sogenannten „Meisters von Alcira" leitet zum goldenen Zeitalter der spanischen Malerei über. Der aus Kreta stammende Domenico Theotocopuli, genannt El Greco, ist mit nicht weniger als sieben prächtigen Gemälden vertreten; bemerkenswert sind auch die Bilder von Luis Tristan, Vicente Carducho, Bartolomé González, ebenso drei Meisterwerke Francisco de Zurbaráns, ein großes Altarbild des nach Neapel abgewanderten und nach seiner Herkunft „Lo Spagnoletto" genannten Realisten Jusepe de Ribera; volkstümlich-realistische Kompositionen Murillos, ein Frühwerk des Diego Velázquez, „Bauern beim Mahl" (El almuerzo), sowie zwei höfische Bildnisse aus der Werkstatt dieses spanischen Großmeisters bereichern die Sammlung. Den Abschluß bilden einige Gemälde Francisco Goyas, der nach Velázquez überragendsten Persönlichkeit der spanischen Malerei, unter denen die oft reproduzierte „Wasserträgerin" und „Der Schieifer" bereits in die Zukunft weisen und die realistische Richtung der europäischen Malerei des 19. Jahrhunderts einleiten.
Im Vorwort zum Katalog der 1965 im Pariser Louvre veranstalteten spanischen Repräsentativ-Ausstellung schreibt Paul Guinard im Zusammenhang mit den spanischen Gemäldesammlungen französischer Museen: „11 est clair qu'aucun d'eux ne peut offrir un ensemble espagnol riche et nuancé, comme celui de l'Ermitage ou meme, sur un plan mineur, comme celui de Budapest." (Trésors de la peinture espagnole. Églises et Musées de France. Paris, 1963, S. 27.)In dieser neuesten und zugleich