Bővebb ismertető
VorwortDas 20. Jahrhundert kann auch als das .Jahrhundert der Flüchtlinge" und der Migrationsbewegungen bezeichnet werden.Die Geschichte des westlichen Nachkriegsdeutschlands und der Bundesrepublik Deutschland war von Anfang an geprägt von der Aufnahme und Zuwanderung von Flüchtlingen, Vertriebenen, Übersiedlern und Aussiedlern. Sie trugen einen wesentlichen Anteil am Wiederaufbau unseres Landes. Seit 1993 werden die aus Ostmittel- und Osteuropa zu uns kommenden Deutschen als Spätaussiedler" bezeichnet.Viele Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler betrachten Deutschland als ihre eigentliche Heimat. Kaum angekommen, fühlen sie sich jedoch oft fremd und werden oft auch als Fremde empfunden. Ein großer Teil von ihnen kommt aus Ländern mit anderen Kulturkreisen, mit einer anderen Wirtschaftsstruktur und anderen gesellschaftlichen Bedingungen: aus Kasachstan, Kirgistan oder Usbekistan. Heute leben noch über zwei Millionen Deutsche in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, mehrere Hunderttausend in den Staaten Ostmitteleuropas. Die Bundesrepublik Deutschland bemüht sich im Rahmen ihrer Möglichkeit, mit Förderprogrammen die Deutschen in den GUS-Staaten zu unterstützen und ihnen dort eine lebenswerte Perspektive zu schaffen; denn es ist sicher im Interesse der Menschen selbst, wenn sie in dem Land, in dem sie geboren und aufgewachsen sind, bleiben können und dort eine Zukunft haben.Es werden jedoch nicht alle Deutschen in diesen Ländern durch solche Förderprogramme zu erreichen sein oder sich dadurch von ihrem Wunsch abbringen lassen, in das Land ihrer Vorväter zu ziehen. Die Motive für das Kommen dieser Menschen versteht aber nur, wer auch ihre Geschichte und ihren schicksalhaften Weg kennt.Wer immer sich mit der Geschichte, insbesondere der Deutschen aus Rußland und Südosteuropa befaßt, befindet sich zugleich auf Spurensuche im deutschen Südwesten. Denn von hier waren viele Auswanderer vor zwei oder drei Jahrhunderten auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen aufgebrochen: Heute kommen ihre Nachkommen zurück. Das Land Baden-Württemberg hat aufgrund dieser besonderen Verflechtungen auch die Patenschaft über die Deutschen aus Rußland und über die Donauschwaben übernommen.