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DER AUSBAU DER KULTURELLEN BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN FINNISCH-UGRISCHEN VÖLKERN(ZUM GEDENKEN AN IRÉN N. SEBESTYÉN) PÉTER DOMOKOS(BUDAPEST)Die letzte Ehre wurde ihr vor mehr als zehn Jahren erwiesen.'Sie verließ uns ebenso still und bescheiden wie sie ihr langes und beschwerlichesLeben gelebt hatte. Ihre letzte Ruhestätte befindet sich auf ihren Wunsch neben demGrab ihres Mannes, des weltbekannten Turkologen Gyula Németh, in Karcagalsonicht in Budapest, wo sie mehr als sechzig Jahre lang tätig war, und auch nicht in ihrergeliebten Heimat Siebenbürgen, von wo sie Anfang des Jahrhunderts nach Budapestkam, um zu studieren. Ihren Namen gebrauchte sie von ihrer Eheschließung imJahre 1917 an ausnahmslos in der Form Irén N. Sebestyén, so daß auch Phüologenund Leser sie, sei es als Wissenschaftler in oder als Übersetzerin, niemals anders 2naimten.Es kommt nicht von ungefähr, daß ich mich so ausführlich über die Form des Namens ausgelassen habe, denn Irén N. Sebestyén von denen, die sie-achteten, ihren Schülern und Anhängern meistens Tante Irén genannt lebte und wirkte eher im Zeichen dieses N. als ihres ursprünglichen vollen Namens, der Entfaltung ihres eigenen Talentes und ihrer Fähigkeiten. Das heißt, sie machte zwar ihr Diplom, erwies sich sogar als eine der Besten ihres Jahrgangs und war Zsigmond Simonyis und József Szinnyeis geschätzte Schülerin, aber als sie heiratete, ordnete sie Persönlichkeit, Pläne und Karriere ihrer Erziehung, dem Zeitgeist und ihrer inneren Überzeugung entsprechend ihren Aufgaben als Ehefrau, Mutter, Hausfrau und sich neben dem angesehenen Professor, ihrem Mann, bescheiden zurückziehende Le-