Bővebb ismertető
Die Diskussion, die in weiten Bevölkerungsschichten über naturgemáBe Heilmethoden geführt wird, zwingt zu einer Klarstellung darüber, was darunter tatsáchlich zu verstehen ist. In der breiten Öffentlichkeit wird leider allzuoft zwischen der sogenannten Schulmedizin" und der Alternativen Medizin" unterschieden. Diese Unterscheidung ist aber völlig unzutreffend. Eine echte Alternative muB námlich die gleichen Voraussetzungen und die gleichen wissenschaftlich nachgewiesenen Ergebnisse aufweisen können, wie das Pendant. So kann sich der Arzt entscheiden, ob er zum Beispiel einen Knochenbruch konservativ oder operativ behandelt. Beide Methoden sind erprobt, beide habén ihre Vor- und Nachteile. Bei dem, was heute aber als Alternative Medizin" bezeichnet wird, fehlt oft der wissenschaftliche Nachweis ihrer positiven Wirkung und vor allém ihrer Gefahren. Diese Methoden als Alternative darzustellen, káme einer regelrechten Falschinformation des Patienten gleich. Viele sind reine AuBenseitermethoden und sollten auch als solche bezeichnet werden. Darüber hinaus gibt es aber auch additive Methoden", über deren Wirksamkeit zwar keine beweisbaren Erkenntnisse vorliegen, die aber für den Patienten zumindest unschádlich sind. Diese können dann - und nur dann - toleriert werden, wenn eine klassische Behandlung vorangegangen ist. Die Phytotherapie ist jedoch in vielen Fállen eine echte Alternative; und soweit sie eine solche ist, ist sie auch der wissenschaftlichen Prüfung zugánglich. Für den Arzt, der in seiner alltáglichen Praxis zunehmend mit den Wünschen seiner Patienten nach pflanzlichen Arzneimitteln konfrontiert wird, ist eine genaue Kenntnis der Wirkstoffanalyse und der Pharmakokinetik sowie der standardisierten Verabreichung dieser Phytopharmaka unverzichtbar. Nur dann wird er in der Lage sein, sie gezielt und verantwortungsbewuBt anzuwenden. Es ist deswegen eine sehr begrüBenswerte und notwendige Arbeit, wenn sich anerkannte Arzneimittelforscher um die wissenschaftliche Prüfung der Phytopharmaka bemühen. Eine etwas andere Problematik gilt für die chemisch definierten frei verkáuflichen Arzneimittel. Diese sind zwar bei sachgerechter Anwendung relativ nebenwirkungsarm, können aber doch in Einzelfállen - zum Beispiel durch Wechselwirkungen mit etwa gleichzeitig vom Arzt verordneten Medikamenten - durchaus schádlich sein. Dem Arzt, der sich als Partner seines Patienten in der Therapie begreift, werden zudem in zunehmendem MaBe auch Fragen zu eben diesen rezeptfreien Medikamenten gestellt werden. Hier können die entsprechenden Monographien eine wichtige Informationsquelle darstellen. Die beiden neuen Buchreihen des Aesopus Verlages erscheinen zu einem Zeitpunkt, in dem den naturgemáBen Heilmethoden auch aus der Árzteschaft immer gröBeres Interesse entgegengebracht wird, dies wohl nicht zuletzt aufgrund der überdimensionalen Zunahme an Árzten, denen allerdings leider nicht im gleichen MaBe die Möglichkeit klinischer Weiterbildung gegeben sein wird. Es ist daher abzusehen, daB sich immer mehr Kollegen dieser Behandlungsmethoden bedienen werden. Die gesamten naturgemáBen Heilmethoden, zu denen ja nicht nur Phytopharmaka und rezeptfreie Medikamente záhlen, sondern auch die