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Editorial
Zum ersten Heft der Zeitschrift „Spiegelungen"
Die Direktion des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München und die Redaktion begrüßen die Leser und alle an unserer publizistischen Arbeit interessierten Institutionen aus Anlass des ersten Heftes der Spiegelungen, Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas!
Die Gründe für die Änderung des Titels der Zeitschrift erläuterten die Herausgeber in Heft 4/2005, dem letzten Heft der Südostdeutschen Vierteljahresblätter. Hatten die Herausgeber dabei festgehalten, dass sich der Abschied von den Südostdeutschen Vierteljahresblättern im Bewusstsein ihrer „großen publizistischen, kulturpolitischen, dokumentarischen und archivalischen Leistung" vollzieht, so stellen die Verantwortlichen des Instituts als auch die der Zeitschrift am Beginn des ersten Heftes der Spiegelungen zusätzlich zur Fortführung einer über fünfzigjährigen Tradition die erhöhte Konzentration auf die Aufgabenbereiche und die Ausweitung des Mitarbeiterkreises im Blick auf jüngere Generationen in Aussicht.
Mit dem Generationswechsel stellt sich immer und überall auch die Korrektur des Blickwinkels im Sinne der Wandlungen von Themen und deren wissenschaftlichem wie publizistischem Verständnis ein. In unserem konkreten Fall ging es uns darum, den Auftritt einer traditionsreichen Zeitschrift zu modernisieren, ohne dabei ihren angestammten Charakter wesentlich zu verändern. Es ist uns wichtig, die Unverwechselbarkeit im Profil der Publikation auch unter dem neuen Titel zu bewahren und trotz des leicht gewandelten äußeren Erscheinungsbildes oder inhaltlicher Erweiterungen (z. B. Einführung neuer Rubriken) ihren Wiedererkennungswert zu sichern. Die Bereiche und Themen, denen sich die Zeitschrift bisher zugewandt hatte, sollen beibehalten werden, was nicht hindert, dass neue Problemstellungen hinzukommen und solche, die möglicherweise zu wenig beachtet wurden, größeres Augenmerk erhalten. Die breitgefächerte Darstellung der Geschichte und des geistig-künstlerischen Lebens der Deutschen Südosteuropas und die Auseinandersetzung mit ihrer Rolle und ihrem Beitrag in den Ländern und Regionen, die sie im Kontakt wie im Austausch mit den anderen Völkergruppen bewohnten bzw. bewohnen, sind bleibende Schwerpunkte. Rückschauend richtet sich unser Interesse gleichermaßen auf die Wahrnehmung von Geschehnissen, Entwicklungen und Leistungen in der Gegenwart. Die immer spürbarere Veränderung kultureller und geistiger Positionen in den Ländern unserer Zielrichtung - in Südosteuropa - müssen wir im Auge bewahren: Der grenzüberschreitende Dialog, ein bestimmender Faktor in der Orientierung unserer Arbeit, kann nur so am Leben erhalten und ausgeweitet werden. Er trägt dazu bei, uns im Bewusstsein unserer südosteuropäischen Partner als einfühlsame und zuverlässige Vermittler zu bewähren.
Neben der Verabschiedung des für seine Verdienste an anderer Stelle gewürdigten bisherigen Verantwortlichen Schriftleiters der Zeitschrift, Johann Adam Stupp, stellen wir hier außerdem dessen Nachfolger Eduard Schneider vor. In der wissenschaftlichen Arbeit des Instituts und der redaktionellen der Zeitschrift während vergangener Jahre vielfach ausgewiesen, ist Eduard Schneider nicht nur ein Kenner der Arbeitsmechanismen auf den verschiedenen Institutsebenen - hinzukommen seine publizistische Erfahrung als ehemaliger Feuilletonredakteur und sein Wissen als