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EINFÜHRUNG
Die National-Galerie wurde als öffentliche Sammlung neuerer Kunst im Jahre 1861 begründet. Unter Beibehaltung dieser Tradition umiaßt ihr Sammlungsgebiet heute als Abteilung innerhalb des Verbandes der Staatlichen Museen zu Berlin Gemälde, Zeichnungen und Bildwerke von Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts.
Nach Plänen von A. Stüler und H. Strack, die beide Schüler von K. F. Schinkel waren, wurde 1865 mit der Errichtung des Gebäudes auf der Museumsinsel begonnen. 1876 fand im neuen Hause die Eröffnung der ersten Ausstellung st^tt. Nach dem Alten Museum, das Schinkel erbaut hatte, und dem Neuen Museum von Stüler war es der dritte Museumsbau auf der Insel zwischen Spree und Kupfergraben. Doch das Haus wurde bald schon zu eng für die schnell und stetig anwachsende Zahl der Kunstwerke, denn die Galerie als Sammlung zeitgenössischer Kunst konnte ständig Neuerwerbungen verzeichnen. Eine glückliche Lösung war es daher, als nach 1919 das ehemalige Kronprinzenpalais und das diesem benachbarte ehemalige Prinzessinnenpalais Unter den Linden, die von Schinkel errichtete Bauakademie sowie die Orangerie des Charlottenburger Schlosses der National-Galerie für Ausstellungszwcdie zur Verfügung gestellt wurden.
Während des zweiten Weltkrieges erlitten alle Häuser der National-Galerie durch Bombenangriffe schwere Beschädigungen. Von allen Gebäuden, die zur Galerie gehörten, konnte das Stammhaus auf der Museumsinsel zuerst wieder für Ausstcllungszwecke instandgesetzt werden. Hier wurde 1949 in den Räumen des Erdgeschosses die erste ständige Ausstellung der Museen eröffnet. Seit 1955 ist das Stammgebäude der Galerie in allen drei Stockwerken den Besuchern mit Ausstellungen zugänglich. Es ist heute das einzige aller Häuser der National-Galerie, das für die Belange der Sammlung zur Verfügung steht, doch nach Fertigstellung des Alten Museums soll sie in diesem Gebäude zusätzlichen Ausstellungsraum erhalten, ein Ausblick, der für die Galerie äußerst wichtig und für ihre Ausstellungsvorhaben geradezu notwendig ist, denn durch die Neuerwerbungen, insbesondere solche für die Sammlung der Gegenwartskunst, nimmt die Zahl der Kunstwerke ständig zu. Auch