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Die blasse Sonne verbreitete eine gewisse Wärme, obwohl es schon später Nachmittag war. Trotzdem war die Temperatur, als die rechteckigen Bodenplatten langsam zur Seite glitten und die kleine Beobachtungskuppel zum Vorschein kam, um zehn Grad abgesunken. Aber Gaul Kalmar spürte die Sonneristrahlen auf seinem Nacken, spürte deutlich ihre Wärme.Er ließ die Kuppel nach links schwenken, um die kräftigen Linsen in die Sonne zu richten und eine Uberprüfung der >Di-rektvision< vorzunehmen. Das Meer schien weniger grau zu sein. Man konnte den alten Berichten und Aufzeichnungen, die von einem blauen Mittelmeer< sprachen, durchaus Glauben schenken. Doch man mußte schon über eine Portion Phantasie verfügen, um sich vorstellen zu können, daß die dunklen, schemenhaften Umrisse der gegenüberliegenden Festlandküste, fünfhundert Meilen nördlich, einmal die >Cote d'Azur< waren.Gaul Kalmar, der sich allein im Observatorium auf dem Dach der Zentrale für Umweltsstabilisierung befand, gehörte zu den wenigen Leuten, die sich so etwas recht gut vorstellen konnten. Einhundertfünfzigtausend Menschen lebten in dieser nördlichsten aller Siedlungen. Gingen diese Menschen ihrer täglichen Arbeit nach, so kam es kaum jemandem in den Sinn, zu der ungeheuren hellblauen, durchsichtigen Kuppel emporzublicken, die sich über die ganze Stadt wölbte und sie von den natürlichen Vorgängen der Außenwelt vollkommen isolierte. Vielleicht blickte dieser oder jener flüchtig auf die vier mit mathematischer Präzision ausgerichteten Stützpfeiler, die in der Mitte jedes großen Platzes standen und die Aufgabe hatten, das künstliche Himmelsgewölbe vor dem Einsturz zu bewahren. Doch niemand hatte einen Grund, lange Überlegungen darüber anzustellen, ob die umfangreiche Säule, die vom Dach des Hauptgebäudes im Stadtteil Esmun in die Höhe ragte, wirklich das Gewölbe durchdrang und als eine Art >Weltfenster< endete.