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Vorwort
Städtebau und Architektur leisten einen wichtigen Beitrag bei der Verwirklichung der großen sozialpolitischen Zielstellungen unseres Staates, insbesondere bei der Realisierung des langfristigen Wohnungsbauprogramms und bei der Stärkung der materiell-technischen Basis der Volkswirtschaft. Somit tragen sie zur weiteren Ausprägung der sozialistischen Lebensweise, zur immer besseren Befriedigung der materiellen und geistig-kulturellen Bedürfnisse sowie zur Stärkung der Wirtschaftskraft unseres Landes bei. Es handelt sich hier um einen Bereich, dessen Bedeutung -wie der Generalsekretär des ZK der SED Genosse Erich Honecker ausführte - mit jedem weiteren Schritt bei der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft zunimmt.
Von Städtebau und Architektur - und dies bestätigt nicht zuletzt auch sehr deutlich die 30jährige Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik - geht eine große politisch-ideologische Wirkung aus. Sie sind ein wichtiges Mittel bei der Bewußtseinsbildung, bei der Mobilisierung zu höheren Leistungen; sie fördern die Herausbildung eines progressiven Geschichtsbewußtseins und die Identifikation des Bürgers mit seiner Umwelt, mit seiner Gesellschaft. Darüber hinaus wirken sie aber auch in die internationale Klassenauseinandersetzung hinein, weil sie anschaulicher und faßbarer Ausdruck des bei uns erreichten sozialen, kulturellen und ökonomischen Fortschritts sind. Ganz in diesem Sinne sind Städtebau und Architektur zu einem festen Bestandteil unserer aufblühenden sozialistischen Kultur geworden.
Gleichzeitig leisten Städtebau und Architektur - eingebunden in das System der sozialistischen Planwirtschaft - einen entscheidenden Beitrag beim effektiveren Einsatz und bei der Gewinnung des Nationaleinkommens. Sie orientieren einerseits auf eine intensive Nutzung der vorhandenen Bausubstanz sowie auf eine rationelle Verwendung des Baulandes und schaffen andererseits durch ihren Beitrag zur territorialen Rationalisierung wichtige Voraussetzungen für die Steigerung der sozialisti-
schen Produktion und die Erhöhung der Wirtschaftskraft der DDR.
Auf diese Weise in den Dienst des Volkes gestellt, gehören Städtebau und Architektur mit zu den Trägern des sozialen, kulturellen und wissenschaftlich-technischen Fortschritts.
Ausgehend von den großen sozialpolitischen Aufgaben, die der Vlil. und IX. Parteitag der SED vor allem mit dem Wohnungsbauprogramm gestellt haben, soll mit diesem Buch ein Beitrag zur Erhöhung der sozialen Wirksamkeit, der volkswirtschaftlichen Effektivität und der gestalterischen Qualität städtebaulich-architektonischer Lösungen bei der Umgestaltung unserer Städte und Dörfer im Zeitraum bis 1990 und damit zur ständigen Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Werktätigen geleistet werden.
Eine dem Sozialismus entsprechende Umwelt für die Menschen zu schaffen stellt hohe Anforderungen auch an die städtebauliche, architektonische und künstlerische Planung und Gestaltung. Von den Bauschaffenden, insbesondere von den Städtebauern und Architekten, verlangt dies, ihr ganzes Können und Wissen einzusetzen, beste Erfahrungen und wissenschaftlich-technischen Fortschritt breit anzuwenden und voller Elan und Schöpfertum die großen Aufgaben anzupacken.
Den Räten der Bezirke, Städte und Kreise werden immer langfristigere und komplexere Entscheidungen zu städtebaulichen Fragen abverlangt. Das erfordert, die jahrzehntelangen Erfahrungen des Wiederaufbaus und der Erneuerung der Städte und Dörfer in unserer Republik umfassend auszuwerten und mit dem Blick auf die Zukunft wissenschaftlich fundierte Grundlagen für eine planmäßige und kontinuierliche Entwicklung bereitzustellen. Die städtebauliche Planungspraxis, die Forschung und die Lehre tragen in diesem Prozeß ihre spezifische Verantwortung.
Ausdruck des wachsenden öffentlichen Interesses für Städtebau und Architektur ist auch, daß immer mehr Bürger und Hausgemeinschaften, Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften und Betriebe sich mit Initiative und Einsatzbereitschaft an der Erhaltung und Verschönerung unserer baulichen Umwelt beteiligen.