Bővebb ismertető
Vorwort zur zweiten Auflage.Die vorliegende zweite Auflage des Stammbaumes der Philosophie" unterscheidet sich wesentlich von der ersten.Das Format ist ein anderes und handlicheres dadurch geworden, dafs die zu grofsen Tafeln der ersten Auflage durchschnittlich um die Hälfte verkleinert sind. Teils infolge davon, teils infolge der bedeutenden Vermehrung des Inhalts des Werkes ist die Zahl der Tafeln von 14 in der ersten Auflage auf 30 in der zweiten gestiegen. Die zu langen und darum schwer lesbaren Zeilen, wie sie in der ersten Auflage häufig vorkamen, sind in der zweiten thnnlichst vermieden und zweckmäfsig verkürzt worden. Sollte auch jetzt noch nicht allen Ansprüchen an möglichste Handlichkeit des Werkes für den Gebrauch genügt sein, so bitte ich zu bedenken, dafs die tabellarische Anordnung aufsergewöhnliche Schwierigkeiten für den Druck mit sich bringt. Es ist bei dem grofsen Umfange mancher Schemata manchmal sogar unmöglich, den im allgemeinen festgehaltenen, bestimmten Raum einer Tafel nicht zu überschreiten oder die im allgemeinen aufgestellten Kegeln für die Ausfüllung dieses Eaumes nicht zu verletzen. Einige Male forderte der Raummangel gebieterisch, die als zu lang beklagten Zeilen beizubehalten; einige Male liefs es sich nicht vermeiden, wenige Tafeln (Tafel II, IX, XVIIf, XXI), über die Durclischnittshöhe von 40 cm um ein paar Centimeter nach unten zn verlängern, da ein grofser schematisch dargestellter Zusammenhang sich nicht immer beliebig unten auf der Seite abbrechen und wie beim gewöhulichen Buchdruck oben auf der folgenden Seite fortsetzen läfst, soll nicht die Übersicht über das Ganze verloren gehen oder wenigstens beträchtlich erschwert werden. Das Brüchigwerden der nur auf den vier nach unten verlängerten Tafeln noch vorhandenen Qnerfaltnngen suchte die Verlagshandlung durch die Wahl eines guten Papiers nach Kräften zu verhindern. Dadurch, dafs jede Tafel in der neuen Anflage auch mit einem Rückentitel versehen wurde, ist das Aufsuchen der Tafeln bedeutend erleichtert worden.Was den Inhalt des Werkes anbetriift, so zeigt jede Tafel mindestens ergänzende Znsätze oder fonnale Umgestaltungen. Viele Tafeln mufsten Änderungen auch hinsichtlich ihrer schematischen Anordnung schon aus dem blofs äufserlichen Grunde ihrer Verkleinerung erfahren. Denn diese liefs sich fast niemals rein mechanisch vollziehen, sondern hatte stets notwendige Umgestaltungen in der Anordnung der Schemata selbst zur Folge. Einzelne Schemata sind vollständig umgearbeitet, wie z. B. das über Spinozas System, andere haben wesentliche Umänderungen erfahren, wie die über die Philosophie Bacons, Leibniz' und Fichtes.Völlig neu hinzugekommen sind die 9 Tafeln XXII bis XXX, welche die schematische Darstellung der Philosophie im 19. Jahrhundert nicht blofs in Deutschland nach Hegels Tode, sondern auch im Auslande enthalten. Wo in dieser Beziehung die erste Auflage nur eine halbe Tafel mit einer Anzahl von grnppenförmig geordneten Namen aufwies, bringt die zweite Auflage jetzt ebenso ausführliche Schemata mit erklärenden Einleitungen, wie sie der Darstellung der Philosophie der frühereu Zeiträume gewidmet sind. Gerade auf diese neu hinzugefügten Tafeln lege ich besonderes Gewicht, weil im allgemeinen eine kurze, möglichst übersichtliche und doch zugleich vollständige Darstellung der philosophischen Strömungen der Gegenwart noch fehlt. Bei dieser Gelegenheit erkenne ich jedoch gern und dankbar an, dafs die vorzügliche Erweiterung, welche die neueste Auflage von Ueberweg - Heinze's Grundrifs erfahren hat, auch meiner Arbeit zu statten gekommen ist.Zwei Vertretern der Philosophie der Gegenwart, welche allerdings unter sich durchaus verschieden sind, habe ich einen gröfseren Raum in dem Stammbaum" gewährt, als es die schematische Anordnung im allgemeinen erlaubt haben dürfte. Wilhelm Wundts System der Philosophie habe ich deshalb verhältnismäfsig sehr ausführlich dargestellt, weil ich der Meinung bin, dafs dieses System in seiner, wie mir scheint, für das 19. Jahrhundert ebenso, wie Kants Philosophie für das 18. Jahrhundert, abschliefsenden Bedeutung noch nicht genügend