Bővebb ismertető
Vorwort
Aufgrund des enormen Wissenszuwachses in der Medizin und speziell auch in der Chirurgie ist es dem Einzelnen heutzutage nicht mehr möglich, Entwicklungen außerhalb der eigenen Spezialität umfassend zu verfolgen. Deshalb wurden in den letzten Jahren von verschiedensten chirurgischen Fachgesellschaften klinische Leitlinien und Standards mit dem Ziel ausgearbeitet und publiziert, um als systematisch entwickelte Feststellungen die Entscheidungen von Klinikern für spezifische klinische Umstände zu unterstützen.
Den Herausgebern dieses Buches ist jedoch bewusst, welche Probleme in der Publikation von Standards in diagnostischer und therapeutischer Hinsicht liegen. Einerseits ist die Definition des Begriffes »Standard« an sich selbst einer Veränderung ausgesetzt, andererseits könnten daraus juristische Konsequenzen abgeleitet werden. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass chirurgische Standards eine sich stets bewegende Materie darstellen, die nur von aktueller Gültigkeit sind und in kürzeren Zeiträumen neu diskutiert werden müssen. Dieses Buch ist sicherlich nicht dafür bestimmt, auf seinem Inhalt juristische Entscheidungen aufzubauen - dies ist nachdrücklich festzuhalten. Speziell in der Onkologie ist der Begriff Standard mit besonderer Vorsicht zu gebrauchen, weil hier sehr strenge Kriterien erfüllt werden müssen. Deshalb sei der interessierte Leser nochmals darauf hingewiesen, dass in die-
sem Werk lediglich der Versuch unternommen wurde, die derzeit sehr bewegte chirurgische Entwicklung für einen Moment anzuhalten, um sich zunächst der diagnostischen und therapeutischen Fortschritte der letzten Jahre auf vielen Gebieten der Chirurgie, aber auch anderer, mit ihr eng assoziierter medizinischer Bereiche, wie Radiologie, Nuklearmedizin, Chemo- und Radiotherapie, Intensivmedizin etc., zu besinnen und konsequenterweise den chirurgischen Boden, auf dem wir jetzt stehen, zu festigen. Und dies gerade in einer Zeit, in der chirurgische Therapiekonzepte durch die rasche Einführung und Akzeptanz minimal invasiv chirurgischer Methoden einem großen Wandel unterzogen sind. Trotz anfänglicher Euphorie für diese neuen Operationsmethoden müssen wir diesen sehr kritisch gegenüberstehen, um die zum Teil sehr eindrucksvollen Vorteile für den Patienten auch wirklich zu gewährleisten. Aus diesem Grunde wurde der Versuch unternommen, die bisherigen und meist sehr erfolgreichen konventionellen Operationsverfahren denen der minimal invasiven Chirurgie, aber auch den konservativen Behandlungsformen gegenüberzustellen. In vielen Kapiteln dieses Bandes ist es mit Hilfe der Moderatoren auch gelungen, vor allem bei divergierenden Aussagen zusammenfassende Konsensusberichte bezüglich aktueller chirurgischer Standards zu erstellen. Die Schlagworte »Standard« und »Qualitätssicherung« sind derzeit in aller Munde,
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