Bővebb ismertető
Auf dem Eucharistischen Weltkongrefi des vergangenen Jahres durfte ich ergriífenerTeilnehmer jener unvergefilichen Tage sein und auch durch den Dienst des Wortes und Sakramentes mitwirlcen. Wie konnte ich. damals ahnen, dafi ich als eben ernannter Erzbischof von München-Freising diesem Bericht das Geleitwort schreiben müfite! Joseph Kardinal Wendel, der den Kongrefi mit der Frömmigkeit seines Herzens und der Kraft seiner Führung beseelte, wurde inzwischen in die Herrlichkeit Dessen gerufen, der uns durch Sein Fleisch und Blut ewiges Leben gibt.
Dieser Bericht über den Kongrefi lag ihm sehr am Herzen, damit die geseg-neten Tage von München in den Gemeinden der Kirche und in den Herzen der Christglaubigen nachklingen und weiterwirken können. In ehrfürch-tiger Dankbarkeit übernehme ich das Vermáchtnis des Heimgegangenen. Mögen Dokumentation und Auswertung den Weg zu vielen finden und allerwarts jenen hilfreichen Dienst leisten, dem die folgenden Seiten ver-schrieben sind.
Berlin, den 8. Juli 1961 Julius Kardinal Döpfner
Ernannter Erzbischof von München und Freising
Sonntag 3i. Juli
Eiöffnungsgottesdienst vor der Theatinerkirche
fOSEPH KARDINAL WENDEL, MÜNCHEN
Pro mundi vita • Predigt
lm Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Ámen.
Hochwürdigste Eminenzen, Exzellenzen, Geliebte im Herrn!
Wir stehen am Anfang des 37. Eucharistischen Weltkongresses. Wir beginnen diesen Kongrefi mit der Feier des eucharistischen Opfers. Diese Opfer-feier haltén wir heute nicht in der stillen Ab-geschiedenheit einer Kirche, sondern in der öf-fentlichkeit dieses Platzes mitten im Herzen einer Grofistadt. Das Opfer, das wir begehen, ist das Kreuzesopfer Christi, gegenwartiggesetzt unter den Gestalten von Brot und Wein. Pro mundi vita - für das Leben der Welt hat Chri-stus den Opfertod am Kreuz erlitten. Pro mundi vita - für das Leben der Welt hat er seinen Aposteln und ihren Nachfolgern im Prie-steramt Auftrag und Vollmacht gegeben, das Ge-dáchtnis seines Todes, der die Quelle des neuen Lebens ist, immer wieder zu feiern und ihn so zu verkündigen, bis er wiederkommt. Pro mundi vita - für das Leben der Welt hat unser Herr bei seinem Opfer auch ein Opfermahl berei-tet, und das Brot, das er uns gibt, ist sein Fleisdi für das Leben der Welt.
Das ist die Frohbotschaft, die wir hören: Christus hat sich für die Welt geopfert. Christus gibt sich immer wieder hin für das Leben der Welt. Christus ist das wahre Leben der Welt. Diese Frohbotschaft will auch der 37. Eucharisti-sche Weltkongrefi einer Welt verkünden, die trotz Erlösung noch oder wieder unerlöst im Dunkel und im Schatten des Todes liegt. Vor der Botschaft des Lebens mufi darum wohl zuerst ein Wort gesagt werden vom Tod; denn der Tod ist eine Tatsache in dieser Welt, die nie-ffland leugnen und um die keiner herumkommen kann. Mag die arztliche Wissenschaft und Kunst die Kindersterblichkeit herabgesetzt und das durch-sdmittliche Lebensalter der Menschen um einige Jahre hinaufgerückt habén, keiner Kunst und keiner Wissenschaft wird es gelingen, den Tod wieder aus dieser Welt zu verbannen.
Geliebte im Herrn, wir wissen, wie der Tod in die Welt gekommen ist. Die Offenbarang sagt uns: Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod. Und weil in dem einen alle gesündigt habén, ist von dem einen der Tod auf alle übergegangen. Der Ungehorsam, die Auflehnung gegen Gott und Got-tes Ordnung hat den Tod herbeigeführt, und der Ungehorsam war aus dem Stolz geboren, und zum Stolz hatte eine Lüge verführt. Welches aber ist der Tod, an den wir zunachst denken bei diesen Worten? Es ist das Ende unseres irdischen Lebens. Welches aber ist der Tod, an den wir vor allém denken müfiten? Es ist der Verlust des göttlichen Lebens in unseren Seelen, des Lebens, durch das wir Kinder Gottes heifien und sind. Dieser Tod, dieser Verlust des göttlichen Lebens, war die un-mittelbare Folge der Sünde. Und das Todesurteil Gottes über den Leib, daK er wieder zu Staub werden mufi, aus dem er genommen ist, war nur das Strafurteil über die Sünde. Das war am Anfang der Menschengeschichte.
Liebe Christen, ob wir unser Heute, das Leben der Menschen unserer Tage, nicht einmal im Spiegel, in diesem Spiegel der Vergangenheit betrachten sollten, um manche Ahnlichkeit zu erkennen? Ist nicht auch heute die Lüge und der Stolz am Werk, um Gott und Gottes verpflichtende Ordnung aus dem Leben der Menschen und aus dem Leben der menschlichen Gesellschaft zu beseitigen, sie in Frage und in Abrede zu stellen? Wird nicht ein weiter Teil der Welt vom Atheismus beherrscht, der, darüber wollen wir uns nicht im unklaren sein, seine Herrschaftsgelüste noch lange nicht als erfüllt ansieht? Und in den übrigen Teilen der Welt: Wieviele leben auch dort so, als ob es kei-nen Gott gabe? Wieviele handeln so, nicht als ob sie Gott leugneten, aber so, dafi sie sich nicht mehr um Gott kümmern? Und von wievielen Christen müfite wohl auch der heilige Apostel heute unter Tranen sagen: Auch sie wandeln als Feinde des Kreuzes Christi, audi ihr Gott ist der Bauch, auch sie rühmen sich der Schande, und auch ihr Sinnen
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