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VorwortIn der ganzen Welt erinnert man sich in diesem Jahr an die Französische Revolution, die vor 200 Jahren mit dem Sturm auf die Bastille begann. Für Baden verbindet sich mit diesem Jubiläum die Erinnerung an die Großherzogin Stephanie von Baden, die im Revolutionsjahr 1789 als Stephanie de Beauharnais in Versailles geboren wurde und im Gefolge dieser Revolution als Mittel napoleonischer Macht- und Heiratspolitik zur kaiserlichen Prinzessin erhoben und mit dem badischen Thronfolger Karl verheiratet wurde.Daß sie nicht nur Objekt dieser Politik war, sondern daß sie in der nicht gerade einfachen Verbindung mit dem Großherzog Karl menschliches Format bewies und in ihren langen Witwenjahren als geachtete und beliebte Fürstin würdig und wohltätig im Lande wirkte, und daß sie ein Stück positiver deutsch-französischer Beziehungen verkörpert, rechtfertigt es, ihr eine Ausstellung zu widmen.Nach der Markgräfin Caroline Luise, der die Karlsruher Museen zu ihrem 200. Todestag 1983 eine Ausstellung ausrichteten, und der Markgräfin Sibylla Augusta, deren Leben im selben Jahr aus Anlaß ihres 250. Todesjahres in Rastatt dargestellt wurde, ist die Großherzogin Stephanie die dritte badische Fürstin, deren in einer Ausstellung gedacht wird. War es bei Sibylla Augusta die starke, in der Spannung zwischen Fürstenstolz und Frömmigkeit, zwischen Prachtliebe und warmer Menschlichkeit, wahrhaft barocke Persönlichkeit der Fürstin, die beeindruckte, so wurde in der Ausstellung über die Markgräfin Caroline Luise der Geist der Aufklärung erlebbar in der Hinwendung zur Kunst, Wissenschaft und Gewerbeförderung.Auf die Ausstellung über Stephanie de Beauharnais nun fällt ein Abglanz von der Pracht und Eleganz des französischen Empire. Sie zeigt vor dem Hintergrund von Aufstieg und Niedergang der napoleonischen Herrschaft die gesellschaftliche und geistige Umwelt, den Salon" einer kultivierten und geistreichen fürstlichen Dame in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.Katalog und Ausstellung über die Großherzogin Stephanie verdanken ihr Zustandekommen vor allem Dr. Rosemarie Stratmann-Döhler. Sie hat die Idee, auf diese Weise einen Beitrag zu den Karlsruher Kulturtagen 1989 zu leisten, mit großem Engagement verwirklicht und eine überraschende Fülle von Exponaten in ganz Europa aufgespürt und zusammengetragen. Ihr kommt das Hauptverdienst am Gelingen des Unternehmens zu und ihr gilt mein ganz besonderer Dank.