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Es mochten wohl an die dreißig Würdenträger und Häuptlinge sein, lauter muskulöse Gestalten, die sich in der schattigen Säulenvorhalle des Königspalastes von Mayapan zu einer ausgiebigen Schmauserei niedergelassen hatten. Manche waren am ganzen Körper mit Schlangen- und Zickzackmustern tätowiert. Die meisten zeigten eine rote Gesichts-bemalung, die Kriegerhäuptlinge in Schwarz und Rot. Mit ihren farbenprächtig gestickten Leibbinden, kurzen Schultermänteln und dem schillernden Federschmuck der verschiedenen Rangabzeichen auf Kopf und Rücken boten die Adligen des Landes in der reich mit Blumen ausgestatteten Umgebung ein malerisches Bild.
An den Schmalseiten der Matte saßen, unverwechselbar in der Fülle und Pracht ihrer Federkronen, edelsteinbesetzten Schulterkragen und Federmanschetten, die beiden Vertreter der ältesten Herrscherfamilien: der König und oberste Gebieter Ahau Calkini Cocom, etwa achtundvierzigjährig, stolz, unnahbar, erhöht auf geschnitztem, mit einem Jaguarfell belegtem Thronsessel, am anderen Ende der leicht ergraute Fürst Ah Xupan Xiu, von dem man sagte, daß er im Schatten Calkinis das Lachen verlernt habe Beide trugen den Nasenstab und Ohrschmuck von Jade, Calkini außerdem als Zeichen seiner Würde das Halsband von schimmernder Muschelschale und den Federwadenschmuck. Für seine Bekrö-nung aus Jade, Amethyst und Bergkristall waren die kostbaren grüngoldenen Schwanzfedern mehrerer der seltenen Quet-
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