Bővebb ismertető
In Dantes Dichtung hat das Weltbild den höchsten Grad der Durchseelung erreicht, bevor es dem hereinbrechenden naturwissenschaftlichen Zeitalter zur Entseelung überlassen wurde. Die Commedia bleibt aber für alle Zeiten ein einzigartiges Dokument; sie ist Hymnus und Himmelsbeschreibung, Weltgeschichte und Zeitkritik, ja Zeitsatire und Polemik zugleich. Sie enthalt sogar Anweisung zu naturwissenschaftlichen z. B. optischen Versuchen. Hier seien die Vorstellungen von den Planetenspharen besonders betrachtet. Freilich sind diese Vorstellungen, wie es im Mittelalter selbstverstandlich war, auf die Erde als Mittelpunkt bezogen, und die Planetenbereiche sind von Seelen und Geistern bewohnt. Diese Bewohner sind aber nicht zur Ausschmückung oder Belehrung hinzugefügt, sondern sie maehen die Schilderungen erst wirklkhkeitsnahe. Dantes Verhaltnis zum Gesamt-Weltall erlaubt es noch, die seelisch-geistigen Eigenschaften (virtű) w/Vzubeschreiben. Die Sterne werden nicht von anonymen Kráften getrieben, sondern sie folgen willig ihren seligen Bewegern (Paradies, 2. Gesang, V. 127-129). Die Seligen selbst genieöen dies Mitgenommenwerden von der ersten Sphare, der des Mondes, der langsamsten, mit der die nachtodliche Himmelsreise beginnt. Das Mitgehen mit der spera piü tarda ist die erste Phase des Einlebens in aufierirdische Verhaltnisse, ein seliges Dahintreiben (3. Gesang, V. 49-50). Was die Seelen dabei erieben, ist das Wesentliche. Die Merkursphare, die für den menschlichen Anblick in den fremden Strahlen (der Sonne) zu verschwinden pflegt und sich nur selten von ihnen lostrennt, ist ein besonders gearteter Bereich für solche würdigen Seelen wie die des Justinian (5. Gesang, V. 127-129). Daü er dem Dichter da begegnet, charakterisiert sowohl diese Seele wie den Merkurbereich: beide schildern sich gegenseitig, so wie in der heutigen Naturwissenschaft eine Pflanzenart und ihr Standort sich gegenseitig schildern. Man kann nicht das eine weglassen, ohne die Schilderung verarmen zu lassen. In dem Geistbereich der Venus herrscht nicht, wie die Altén glaubten, die brünstige Liebe der Cypris alléin, sondern dort spielt sich die Verherrlichung der Schönheit ab. Der Dichter wird unvermerkt im Aufstieg in den dritten Epizykel emporgehoben, aber er wird sich dieses Aufstieges erst am Schönerwerden der Geliebten bewufit: