Bővebb ismertető
Zur astronomischen Signatur des Jahres 1999/2000 Die totale Sonnenfinsternis am 11. August wird für den europáischen Raum sicher das herausragende astronomische Ereignis sein, bedenkt man, daB die meisten Menschen, sofern sie nicht speziell zur Gruppé der Finsternisreisenden gehören, nur einmal im Leben dieses beeindruckende Naturereignis zu Gesicht bekommen, denn im Durchschnitt dauert es etwa 360 Jahre, bis an einem Ort die Sonne wiederum verdunkelt wird. Dieses zentrale Ereignis wird von den Planeten sowohl ráumlich als auch zeitlich eingerahmt: Zum Jahreswechsel 1998/99 stehen Mars und Saturn in Opposition. Diese spannungsreiche Konstellation bleibt mit geringen Schwankungen bis zur Sonnenfinsternis im August 1999 erhalten, wobei ab Mai der auf Saturn zustrebende Jupiter sich in diese Oppositionsstellung einfügt. Ab Mitte August nimmt Mars dann zügig Geschwindigkeit auf und eilt auf die immer dichter beieinanderstehenden Planetenriesen Jupiter und Saturn zu, um sie zum Frühlingsanfang zu erreichen. Man kann den Eindruck gewinnen, daB die überaus lange Dauer der Opposition von Mars und Saturn, den Reprásentanten von Gegenwart und Ewigkeit, von Aktivitát und Verinnerlichung, eine spannungsreiche Vorbereitung auf das Finsternisgeschehen darstellt. Ist die Finsternis eingetreten, so kann diese Spannung sich nun wieder lösen und bis zum Frühling 2000 in ihr Gegenteil einmünden: in die enge Versammlung der drei obersonnigen Wandler. In der Vorosterzeit werden sie eine beeindruckende Lichtkette am abendlichen Horizont bilden. Auch Venus scheint in ihrem Lauf mit der Sonnenfinsternis einen Zusammenhang zu bilden: schon wenige Tage naeh der Finsternis steigt sie Tag für Tag höher am morgendlichen Himmel, so daB sie Ende August genug Abstand von der Sonne gewonnen hat, um, vom Dámmerlicht befreit, verschwenderisch hell vor dem Sternenumkreis des Löwen zu strahlen. So wie man in der Vereinigung der drei obersonnigen Planeten am winterlichen Abendhimmel das Bild einer Begegnung von Tatkraft, Weisheit und Verinnerlichung sehen kann, so mag man Venus' strahlendes Leuchten noch vor der Morgendámmerung nahe bei Regulus, dem Bruststern des Löwen, ebenfalls als Bild eines seelisch-geistigen Vorganges anschauen: Der Aufenthalt der Planeten in den verschiedenen Tierkreisbildern beseelt und konkretisiert gewissermaBen den urbildhaften Ausdruck dieser einzelnen Bilder. Im musikalischen Sinne können die Tierkreisbilder als die Tonarten und die Planeten als rhythmisch gestaltete Melodien angeschaut werden. Schon kurz naeh der Finsternis im August bis über die Weihnachtszeit hinaus wird in diesem Sinne sich der Löwe als Reprásentant des Mutes im Bild des Glanzes der Venus durch die Liebe seine Dimension erhalten. Die Finsternis ist eine Wendestelle: die Opposition von Mars zu Jupiter und Saturn löst sich auf, ihre Versammlung beginnt, und Venus setzt ihr LöweStrahlen ein. An dieser Wendestelle im Jahr, stehen alle Planeten aufier Pluto in einer Kreuzgestalt im Tierkreis, und gleichzeitig blitzt vom 10. bis 14. aus der Region des Perseus die höchste Anzahl an Sternschnuppen des Jahres auf.