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An der weichen Hand des Großvaters, hörte er als Kind von oben die leis belehrende Stimme des damals schon alten Mannes. Saß er, älter geworden, über den Lektionen, Realien, über der Mathematik und dem Lateinischen, rauschte oft am Tag der dunkle Seidenmantel des Alten hinter ihm ins Jungenkämmerlein, und der weiße Bart kitzelte seinen Nacken, wenn eine alte, aber schöne Hand ihm durch Bücher half. So wie er früher die gemeinsamen Spaziergänge durch Garten und Stadt geschätzt hatte, bereitete ihm nun das unter ihrer beider Hände raschelnde Papier ein herrlich beunruhigendes Gefühl der Ahnung kommender, noch verhüllter Abenteuer.
Klar fügte sich alles zusammen. Die bunte, seltene Blume des Hausgartens zeigte nun im Stich des Studierbuches ihr sinnreiches Gerüst und war nicht mehr einfach geheimnisvoll. In der Klarheit der belehrenden Zeichnung erschloß sie sich als strahlender Kristall und schien so noch seltsamer denn als ehemals nur bunter Traum. War doch die Äderung eines Blattes, die Anordnung von Wurzeln, Stengeln und Blüten zu verzwickt und mit der Vernunft nicht so ohne weiteres zu begreifen, erschien der Schmuck eines Käfers, die Zeichnung eines Falterflügels sinnlos und ohne Zweck, dann half allemal die Mathematik, listig angewendet, dahinter. Was noch offenblieb, erklärte der nachgeschlagene Aristoteles dem schon recht lateinkundigen Schüler in einer alten handgeschriebenen Klosterübersetzung aus dem Griechischen.
In der Mitte der Vorstudien sah Johann Wagner sich